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Hl, Die Seelsorge bis zum Untergang des Klosters. Güter in der Herrschaft Schetlenbersg zu fatieren und die zur Sub- sistenz nötigen Früchte nach Chur bringen zu lassen. Die Regierung von Bern habe seine Bedenken zerstreut. Der Präfekt des Distrikts Plessur schrieb nun an den Abt: „Bürger! Es ist mir angenehm, durch Übersendung der abschrift- lichen Beilage zu Ihrer Beruhigung über bewußten Gegenstand bei- tragen zu können. Sie Ihrer Seits, hochwürdiger Abt und Kon- ventualen, werden es sich bestens angelegen sein lassen, der Ver- waltungskammer jene Auskunft nach bestem Wissen womöglich noch diese Woche einzugeben." Abt und Konvent verdankten in einem sehr verbindlichen Schrei- ben der Verwaltungskammer ihre Unterstützung. „Die Versicherung, unsere unterländischen Gefalle unbeschwert und steuerlos zu lassen, vermochte die Ämter von Vaduz und Feldkirch einerseits schon ge- schehene Früchtsperre gegen uns wieder aufzuheben und anderseits die Genehmigung zu erteilen, die dortigen Einkünfte fatieren zu können." Die Lehengüter des Klosters in Vorarlberg wurden 7255 fl, die in Liechtenstein 13939 fl gewertet. IV. Die Geelsorge seit dem Antergang des Klosters St. Luzi. Napoleon hatte Osterreich in mehreren Schlachten besiegt und Deutschland zerschmettert. Da bat der Kaiser um Frieden, um nicht alles zu verlieren. Die Verhandlungen für den Frieden fanden in Lüneville unweit Straßburg im Jahre 1801 statt und der Friede am 9. Febr. unterzeichnet. Das linke Rheinufer mußte an Frankreich abgetreten werden. Da- durch verloren mehrere Fürsten ihre Besitzungen, die ihnen das deut- sche Reich ersetzen mußte. Der deutsche Reichstag sollte entscheiden, mit welchen Besitzungen dieser Ersatz zu leisten sei. Lange stritt man sich herum, da die weltlichen Herren nichts von ihren Ländern opfern wollten. Am 2. Oktober 1301 wurde eine Kommission zu dieseni Zwecke ernannt, die sog. Reichsdeputation. Die Verhandlungen nah- men einen langsamen Verlauf. Da wandten sich Preußen und die
        

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