III. Die Seelsorge bis zum Untergang des Klosters. 51 und anderem, bis das Militär abgezogen sei. Nachdem das Kloster in Chur in 
weltlichen Besitz gekommen war, lebten die Mönche, wie schon erwähnt, in Bendern, wo die Äbte auch Pfarrer waren. Der erste Abt nach dem Tode des Abtes Theodor war der vom Abte von Roggenburg ernannte 
?. Christian Eanzmann von Schaan.*) Auf ihn folgte i. I. 1573 ?. Michael Paulinus, der bis 1564 Pfarrer in Sennwald gewesen war, aber bald 
nach seiner Er- nennung starb, wie 
auch sein Nachfolger Abt Johann III. Ihm folgte als Abt ?. Hieronymus Huttler, der früher Pfarrer in Ben- dern gewesen war, i. I. 1592 als Abt resignierte und 
im Kloster Roth in Schwaben anno 
1613 starb. Bis 1597 verwaltete?. Michael Bergmüller als Administrator in Bendern die Abtei. 
In diesem Jahre schickte der Abt von Roggenburg den Matthäus Bauer nach Ben- dern, wo ihn die Mönche zum Abte wählten. 
Aber schon 1599 re- signierte er und kehrte nach Roggenburg zurück. Nun kam ?. Simon ') Der Abt Christian Ganzmann traf i. I. 1570 ein Uebereinkommen mit dem Kloster Pfäfers, dem die Pfarrpsründe gehörte, in betreff einiger Lehengüter. Die Vereinbarung fand im Kloster zu Bendern, wo der Abt wohnte, in Gegen- wart der Abgesandten von Pfäfers und des Landschreibers von Sargans statt und lautete: Alle Äcker, so unter dem Widem und unter Ammann Brendlis Widemacker liegen, bis an des Eschner Widem gehören den Herren von Bendern. Des alte» Rudolf Maders Acker und andere wie von alters her gehören nach Pfäfers und Eschen. Besitzen jetziger Zeit Stoffel Blaichner und Andreas Marier zu Eschen. Ob dem Widem der Pfarren zu Bendern des Amann Brendlis Acker, des Thomas Dietbrächten und dazu bis an die Weingärten gehören nach Eschen. Was aber ob des Thomas Dietbrächten bemeltes Acker, gehören alle nach Bendern, des Jakob Gstöls und was darob ist bis an das Hurd alles nach Bendern. Der Böller ob der Easz und was vorher nach Bendern gehört hat, gehört alles nach Bendern. Des Gstöls großer Acker, bisher dem Kloster St. Luzi gehörig, gehört nach Eschen oder Pfäfers. Was aber darob liegt, daran stoßt und vorher nach Bendern gehört hat, das bleibt. Des Hans Estöls Malanser, der vorher nach Bendern verzeichnet war, gehört jetzt nach Eschen. Was aber außer diesen benannten Strik- ten vorher jedem Teile gehört hat, bleibt beim alten Herkommen. Das abgeschriebene ist alles im Benderer Feld. Das groß Feld, die Halde genannt, hat Ihre fürstl. Gnaden von Pfäfers, ausgenommen den Pfrundacker von Eschen. Das Fluifeldlein und das Böschfeldlein gehören nach Pfäfers aber mit dem Pfarrer von Eschen jedes dritte Jahr zu wechseln,- ebenso das Bündsfeldlein und das Müßnerfeldlein. Es ist auch im Wechsel wie die an- deren. (Copie im Reg. Archiv Fasc. XVII. 
— Titel Eschen). 4'
        

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