46 III. Die Seelsorge bis zum Untergang des Klosters. Frucht schaffen mögen, auch die Untertanen in andere Weg sich desto ungehorsamer und trotziger anstellen dürfen. Jnmassen dann die Sarer ihre Götzen, Altäre und Kelche fast bis zu unseres Herrn Vaters sel. Absterben in ihren Kirchen öffentlichgebrauchtunderstimJahr85dieEötzensind gegen ihren Willen abgeworfen und ihnen aus dem Ge- sicht genommen worden, die sie doch fleißig geschlos- sen bewahrt und die Altäre noch heutigs tags im Vor- rat stehen geblieben, um sie auf zutragenden Fall sol- cher Abgötterei ferner zu gebrauchen. So will sich in alleweg gebühren... solche Sachen, damit Gott der Allmächtig zu Zorn und die Untertanen zu stetigem Ungehorsam gereizt worden, einmal zu beherzigen und eine solche Gleichheit unter unseren sämtlichen Gemeinden anzurichten, die Eotteswort und der Billigkeit gleichförmig und ge- mäß sein möge. Deshalb wir dieser Meinung und Vorhabends: die Haager Gemeinde gleichfalls wie andere nach der evangelischen Wahrheit zu reformieren und den Kirch- gang hinüber nach Bendern, so ohne das oben angeregterma- ßen außerhalb der Eidgenossenschaft auf österrischem u. Sulzischem Bo- den liegt, hinfort folgendergestalt abzustricken und zu be- nehmen. Nemlich daß sie hinfort weniger nicht als andere Ange- setzte Sakramente gebrauchen, auch ihre Toten auf dieser Seite begra- ben sollen, welches sie dann zu Salez, in der nächsten Ge- meinde bei ihrer Dorfschaft gelegen, so wohl und besser aIszuBen- dern tun können, sintemal solch Kirchspiel Salez ihnen nicht al- lein fast so nahe als Bendern gelegen, sondern sie des Fahrens über Rhein dadurch geübrigt und enthoben, auch alsdann der neuen kalen- drischen Feiertagen halber es keine fernere Irrtümer gebären will. Dann weder der Graf von Sulz, noch auch der Pfafs von Bendern einige Rechte oder Gerechtigkeiten außerhalb des ob- angeregten kleinen Zehnten vorzuwenden, solche unsere Untertanen hin über Rhein in die Kirche zu fordern, weil uns Gebot und Verbot über solche Gemeinde der Haager allein und sonst niemand zukommt. Was aber den kleinen Zehent anlangt, so dem Pfaf- fen von Bendern noch zuständig, hat es diese Meinung damit, daß gleichfalls die Pfrund in dem Sennwald etliche EeMIe jenseits des Rheines von altersher gehabt, die dem Meßpsafsen hiebevor ist
        

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