III Die Seelsorge bis zum Untergange des Klosters. 
29 Pfarrer in Bendern war i. I. 1461 ?. Burkhart Knaven> knecht, der von Schaan stammte und im genannten Jahre in Schaan Zeuge war bei der Stiftung der dortigen Kaplanei. Auf ihn folgte bis 1525 ?. Matthäus, von oem nichts näheres bekannt ist. Unter dem folgenden Abte Leon hart Schor er, am 1. Mai 1481, konsekrierte der Churer Weihbischof Johannes die Kirche und ihre vier Altäre. Es war also die Kirche wieder neu erbaut worden. Unter demselben Abt wurden die Grenzen zwischen den Pfarrbezirken Bendern und Altenstadt genauer bestimmt, da die Zehentbezüger, des Klosters St. Luzi und des Domkapitels von Chur darüber nicht im Reinen waren. Auf Bitten des Abtes Leonhart und des Konventes und der Leute zu Bendern erteilte Weihbischof Johannes den Wohltätern der Kirche neue Ablässe. Von 1497—1514 regierte Johannes Walser als Abt von St. Luzi, nachdem sein Vorgänger wegen Kränklichkeit resigniert hatte. Unter dem Abt Johannes Walser 1512 erbauten die Leute von Salez an der Stelle der früheren Kapelle eine neue Kirche zu Ehren der hl. Anna. Diese würbe i. I. 1514 zur Pfarrkirche erhoben. Frü- her mußten die Salezer nach Bendern zum Gottesdienst kommen und ihre Kranken waren von Bendern aus versehen worden: Die Salezer wandten sich nun an den Kardinal Schinner, Bischof von Sitten und päpstlichen Delegaten für Deutschland, um einen eigenen Seelsorger. Sie begründeten ihre Bitte mit der großen Entfernung von der MrA terkirchd zu Bendern und mit der Gefahr, mit der der Gang dorthin wegen des oft hochgehenden Rheins verbunden sei, und oft auch we- gen den Kriegen und anderen Zwistigkeiten, welche die Schweizer und Schwaben bisweilen führen. Sie haben auch schon aus eigenen Mit- teln eine Kirche oder Kapelle erbaut und mit allen nötigen Einrich,- tungen versehen- sie bitten um die Erlaubnis, diese Kirche für eine bleibende Pfründe einzurichten mit Glocke, bescheidenem Turme, ein Sakramentshäuschen, einen Taufstein, und alles andere zum Gottes- dienst für einen Priester Notwendige herzustellen, und daß den Sa- lezern, nachdem die die Kapelle erbaut und genügend dotiert haben wurden, das Präsentationsrecht auf diese Pfründe für alle Zeiten zugestanden werde. Daraus würde den Bewohnern großer Trost er- wachsen, was für die Erhöhung ihres Gottesdienstes nicht wenig bei-
        

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