II. Ueber die Pfarrkirche. ter. Den Mesner und den Organisten hatten die 
Ruggeller zu unterhalten. Der Mesner bezog von jeder 
der 83 Haushaltungen 1/2 'Viertel Türken, Läuterlohn bei 
Beerdigungen 1 fl 46 Kr, für die 
Jahrzeiten 19 Brote zu 12 Kr. ----3sl43Kr. Der Organist hatte 13 fl 12 Kr. Gehalt. Die Auslagen der Kirche 
betrugen 131 fl. Durch die Trennung von Ruggell entgingen der 
Pfarrkirche 117 fl jährliche Einnahmen. Nachdem das österreich. Ärar zurückgetreten war und Kirche und Kirchen- patronat an die Gemeinde abgetreten hatte, erhielt die Kirche eigenes Vermögen. Der Erlös aus den abgetretenen und versteigerten Kirchengütern 
betrug 43679 fl. Das österreichische Brär leistete an den Kirchenbau 
zudem 16909 fl. 59,670 fl. Die hauptsächlichsten Auslageposten beim Kirchenbau 
von 1876—1879 wa- ren: an den Baumeister Spalt von 
Ruggell 19.443 fl an den Stcinhauer 
Hasler in Gamprin 641 fl an den Altarbauer 
Baier in Tosters 3831 fl an den Maler 
Lenzgenhager 223 fl an den I. 
Köb in Feldkirch für 
Fenstergitter 200 fl für Fassung 
des hl. Leibes nach 
Wien 220 sl an die Firma 
Ufenheimer in Innsbruck für Statuen und 
and. 886 fl an den Altarbauer und Vergolder 
Graber in Rankweil 2200 sl an den Orgelbauer 
Meier in Feldkirch 1793 fl Dazu kamen eine Menge kleinerer Auslagen. Die Eesamtkosten 
dürften sich aus annähernd 22.000 fl belaufen haben. Wohltäter der Kirche. Dr. med. Peter Marier, 
der im besten Mannesalter ledig starb, vermachte ,n seinem Testamente 14000 fl und 
eine Wiese bei der 
Kirche sür eine Waisen- anstalt, mit der näheren Bestimmung, dasz, 
wenn diese Anstalt in 10 Jahren nicht zustande 
komme, 12000 sl 
von diesem Stiftungskapital an die Gemeinde Ruggell zum Baue einer neuen Kirche auszuzahlen, die 
übrigen 2000 fl der Pfarrpsründe Bendern zufallen zur Bestreitung der Auslagen für eine Frühmesse. Die Wai- senanstalt kam nicht zustande. Adam Heeb vermachte der 
Kirche 9000 Gulden. Mehrere Tausende oergabte er an die Kirchen von Ruggell 
und Eschen. Die neue Kirche 
erhielt noch viele andere 
Wohltäter. Nach einem Verzeichnisse des Pfarrers Häusle waren es besonders folgende. Herr Dr. Theol. Frz. Jos. Kind 
(der spätere Kanonikus) schenkte der Kirche den hl. Leib 
des hl. Märtyrers Felir, den er von Rom gebracht hatte. Die Gebrüder Nachbauer in Brederis stifteten ein 
Fenster, ebenso die Ge- schwister Bildstein und Maria 
Gstach in Brederis, 
Martin Gstach und Agatha Müller zwei Fenster, Frau C. von Humelauer ein Fenster und ein weifjseidenes Meszgewand. Sr. Durchlaucht Fürst Johann II. die beiden Chorfenster,
        

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