XIV. Volkswirtschaftliches und kulturgeschichtliche Notizen. 177 anderen Taglöhnen ohne dasz Er mit Herrn P. Berthold nacher Roggenburg gegangen, verdient 
10 sl 29 Kr., von Triefen Kalch geführt 39 Kr., ein Fuder Kalch von Schaan geholt 16 Kr., mit Frucht nach Cur gefahren 1 sl, mit 2 Rosz nacher Rankweil gefahren, die Zinsfrucht nach Cur abzuholen 56 Kr., Hans 
Hasler ist auf die Alp, das Molken abzuholen 2 Tag mit 2 Rossen und Wagen 1 fl 30 Kr., für eine Fuhr mit 4 Rossen 40 Kr., für eine Reise nach Marchthal (6 Tage) 
3 sl 12 Kr., Taglohn beim Bauen und im Wingart für 1 Mann 3 Kr., beim Dreschen 
ohne Kost 24 Kr. Mathias Wangerer von Schönbühl hatte als Zimmermann 18—20 Kr., mit Kost 12 Kr. Taglohn, also wurde die Verköstigung mit 6—3 Kr. pro Tag berechnet. Der Maler Leonhart Steinhauser malte die beiden Sonnenuhren an der Hausmauer und strich die Fensterstöcke an für 4 fl 2 Kr. Ein Wag- ner machte in eine alte Nabe ein Rad und 2 neue Räder für 2 fl 23 Kr., Jörgle hat 1 Fuder Omat geführt für 4 Kr., ein anderer hat mit 3 Rossen 1 Tag Holz geführt für 40 Kr., ein Fuder Heu ab Bangs geführt 30 Kr., ein Tag gewimmelt 4 Kr., Spinnerlohn für 1 Pfd. Kuder 4 Kr., 1 Tag Feldarbeit sür eine Frou 6 Kr., ein Krautschneider erhielt 12 Kr., für 2 Gänge nach Chur 45 Kr., 1 Tag wannen 13 Kr., sür Winterung eines Rindes 1 fl 30 kr., der Hirtenlohn pro Stück 5 Kr., für Bearbeitung eines Weinbergbeetes wurde 4 fl 20 Kr. bezahlt. Ein Botengang nach Vaduz brachte 6 Kr. ein. Allerlei. Jn den Jahren 1673—1631 war der Kornpreis sehr hoch, er betrug das Dreifache,- 1 Viertel Waizen kostete 1 fl 20 Kr. Als Zinsabstattung wurden viel Eicheln geliefert, auch wurden die Zinse, da das Geld so rar war, sehr häufig mit Arbeitsleistung, 
Lieferung von Holz, Stroh, Vieh, Wein, Fische, Fleisch u. dgl. entrichtet. Wein wurde sehr viel getrunken. Der Eschnerberg hatte auch sehr viele Weinberge. Nicht blos die sonnige Halde am Südabhange des Höhenzuge»- war von Bendern bis Mauren mit Reben besetzt! auch Schellenberg und Gamprin hatten ausgedehnten Weinbau. Kein Wunder, wenn der Wein billig war und der Konsum grosz. Un- ter einer Maasz wurde selten getrunken. Da liest man zum Beispiel: „Mehr hat Herr Landvogt, Landtschreiber, Landtammann, Weibel an Essen nnd Trinken verzehrt, so Er wegen des Schmaltz kübels — 3 fl 40 Kr." Von einem Hans heiszt es: „Mehr trinkt er unter 2 mal 2V2 Maasz Wein." „Jakob Fromoldt hat am 9. Febr. und an der Kirchweihung geholt 201/2 Maasz Wein und für 1 Kreuzer Brot." „Hans H., Meszner, hat zur Kirchweih geholt 12 Maasz Wein." „Sebastian Blase von 
Schönbühl ist mit Emanuel Wangner nach geschehe- ner Eerichtsbesatzung den Gerichtsleuten verordneten Trunk, Essen und Brot über von H. Landammann gegebene 54 Kr. annoch 4 fl 33 Kr. schuldig." »Josef Helbert, Wirt aus Rauffenberg, da ihm Ire Hochgräsliche Ex- cellenz das Haus verkauft, an Wein aufgangen 6 Maah." „Sebast. M. soff beim Abrechnen 2 Maasz." 1 z IS
        

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