174 XIII. Gründung der Pfarrei Schellenberg. nen aufgenommen und zwei Schwestern namens Johanna Grünfel- der und Radegundis Gerteis aus Amerika kommen lassen. Diese hiel- ten sich bei einer Witwe Schädler in Feldkirch auf, als eines Tages einige Jungfrauen aus Schellenberg zu ihnen kamen und sagten, sie haben gehört, dasz Schwestern da seien, die einen Platz für ein neues Kloster suchen. Ob sie nicht auf den Schellenberg kommen wollten; man habe dort eine neue Kapelle erbaut und man wäre froh, wenn man einen eigenen Geistlichen bekäme. Es sei ein weiter Weg nach Bendenr hinab, besonders im Winter und für die älteren Leute. Als auf diese Einladung hin die zwei Schwestern nach Schellen- barg kamen, um den Platz zu besichtigen, wurden sie vom Ortsrichter und vielen Leuten empfangen, welche dringend baten, bei ihnen zu bleiben und da ein Klösterlein zu bauen. Sie werden dabei helfen, soviel sie könnten. Den Schwestern gefiel der Platz und auch ?. Franz Sales, der gerade in Rom weilte, erklärte sich mit dem Plane sehr zufrieden. Er hatte schon früher, als er mit ?. Maximilian bei Schaanwald vorbei fuhr, gesagt, da droben auf der Höhe wäre ein schöner Platz für ein Kloster. Am 20. Juni 135L wurde die Marienkapelle benediziert und am folgenden Tage am Aloysiusfeste wurde von ?. Mar. zum erstenmal die hl. Messe darin gelesen. Von diesem Tage an wurde auch das Höchste Gut darin aufbewahrt. ?. Mar. wohnte nun hier im Hause des Meszners. Auch die Schwestern bezogen in einem kleinen Bauern- hause ihre Wohnung nahe an der Kapelle und sie begannen auch schon ihre ewige Anbetung. Sie lebten noch in der größten Armut von den Almosen guter Menschen. Als dann auch ?. Sales aus Rom kam, schlug er in der klei- nen Sakristei hinter dem Altare seine überaus ärmliche Wohnung auf. Bald kamen neue Kandidatinnen und auch ein dritter Priester na- mens Johannes Ackermann. Auch dieser wohnte beim Mar. im Meßnerhause. Die Patres gingen auf Sammlung aus und halfen auch in der Umgebung in der Seelsorge aus. Einen großen Wohltäter fand das arme neue Klösterchen am Jesuitenkollegium in Feldkirch, das auf alle Weise die Schwestern unterstützte. Eine große Wohltä- terin war auch die Frau Hofrälin v. Humelauer, die Mutter des be- rühmten Jesuiten, die mit barem Geld und mit Kirchengeräten das Kloster bedachte.
        

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