I. Die älteste Geschichte der Pfarrei. 
13 geht dem Herrn v. Sar 1 Schäfffel Korn und dem Pfarrer zu Bendern und Sennwald 4^/» Schilling Pfenning und an die St. Galluskirche in Sennwald 21 Pfenning. Der Kaufpreis ist 60 Pfund Pfenning. Von circa 1422 an war also ein Priester ständig in Sennwald und zwar ein Pater von St. Luzi. Eine dem hl. Eallus geweihte Kirche stand aber schon dort und war von Bendern aus ercurrendo dort Gottesdienst gehalten und die Seelsorge ausgeübt worden. Die Kirche brannte im Schwabenkriege ab*), wurde aber bald darauf wie- der hergestellt. Im Jahre 1512 bestätigte der Bischof von Chur dem Kloster aufs neue den Pfarrsatz in Sennwald und anno 1513 stiftete der Freiherr von Hohensar für die Kirche in Sennwald ein ewiges Licht, ein ewiges Jahrzeit und die Kavlaneipfründe. Die Frei- herren von Hohensar zu Sar und Forsteck, zu deren Herrschast Senn- wald gehörte, hatten dort ihre Begräbnisstätte. Auch für diese Ka- planei präsentierte der Abt von St. Luzi. Von 1515 bis 1521 war P. Christophorus Gertlin von Feldkirch Pfarrer in Sennwald und i. I. 1527 wurde P. Florin von Sennwald nach Bendern versetzt. Der Freiherr Ulrich und seine Gemahlin Agnes geb. Gräfin v. Lup- fen stifteten am 9. Okt. 1528 eine Pfründe für den Altar St. Christo- phorus und übertrugen deren Patronatsrecht dem Abte von St. Luzi. Im Jähre 1539 war P. Georg Feuerstein Pfarrer in Bendern und Sennwald. Der letzte katholische Pfarrer daselbst P. Michael Pau- linus verließ i. I. 1564 diese Stelle und wurde Abt. Über die Er- eignisse oer Nesormationszeit später. Die Schenkung des Ritters von Limpach wär für das junge Kloster eine Fügung der Vorsehung; denn Bendern gewährte nicht nur zur Zeit der Reformation dem Konvent ein fast 100 jähriges Asyl, sondern blieb auch späterhin beinahe die einzige Einnahmsquelle des Klosters und ermöglichte so die allerdings kümmerliche Forteii- stenz desselben. Als i. I. 1802 durch den Frieden von Luneville die Benderer Güter säkularisiert wurden, mußte das Kloster ein- gehen.**) ') Kaiser, Gesch. v. Liechtenstein erzählt S. 290: Da die schwäbischen Bun- desverwandte» „Das Dorf zu der roten Kirchen" (Sennwald), welches dem Herrn v. Sai gehörte, abbrannten, geschah ein Wunder, 
sagt Tschudi (der schweizerische Eeschichtsschreiber). „Denn als die Kirche ganz abgebrannt und eingefallen war, fand man das Hochw. Sakrament, den Fronleichnam unseres Heilandes in dem Sakramental (Monstranz) auf einem Stein in einer Hostie schneeweiß ohne alle Makel und Masen unversehrt liegen." ") 
Mayer, Gesch. von St Luzi S. 42.
        

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