152 X, Vom Oehrischen Hof. 60 Viertel Frucht enthalten sind. Der Artikel 7 des Abtretungsver- trages vom 23. Juni 1804, der zwischen der österreichischen und Nas- sauischen Regierung abgeschlossen wurde, kann aus die Pfarrei Ben- dern und die Konventualen, welche dort zur Seelsorge berufen wa- ren, keine Anwendung finden, weil er nur für jene Klosterindividuen eine Sustentation zu bedingen scheint, welche nicht untergebracht wer- den konnten und mit einer Pension beteilt wurden." Die Behauptung, dasz die Benderer Geistlichen anno 1805 ein Gesuch an die österr. Regierung um Überlassung des Hofes eingereicht habe, sei nicht be- wiesen. Sie hätte dazu auch keinen Grund gehabt, weil sie hinreichend dotiert waren ohne den Hof. Man soll in Wien, wo der Tauschver- trag liege, Erkundigung einziehen über den Hof und auch über die Waldungen, welche die Fiskalverwaltung der Pfründe zu überlassen geneigt scheine. Die Waldungen seien noch weit wichtiger als der Hof. Auf eine Anfrage der Cam.-Bezirksverwaltung antwortete das Rentamt unter dem 12. Aug. 1886: Die Weinberge seien von den Luzischen Schupflehen an die Pfründe gekommen bei der erfolgten Dotation. Dagegen beschwert sich das Rent- amt über das liechtensteinische Grundbuch, dasz es die Weinberge, den Öhrischen Hof und die Waldungen zu- gunsten der Pfründe intabuliert habe. Das könne nicht Grund genug sein, auf dieselben zu verzichten, weil das Rentamt nicht befragt worden sei. Das Vaduzer Oberamt behaupte zwar, das da- mals bairische Rentamt habe die Fatierung abgegeben. Man habe dann das Original vom Oberamt verlangt. Aus diesem sei ersicht- lich, daß im Namen des Rentamtes Altrichter Joh. Allgäuer zu Eschen, Richter Thomas Kieber zu Mauren, die Eemeindevorstände zu Rug- gell, Richter Frick zu Schaan fatiert haben. Das sei ungenügend. Es wird dann der damalige Rentbeamie Friischner wieder verdächtigt, er habe es mit dem Pfarrer gehalten u. s. w. Das! sei um so leichter gegangen, da damals außer dem Fritschner und dem Pfarrer niemand wußte, was aus den vom Kloster St. Luzi herrührenden Revenüen eigentlich zum Renlamie oder der Pfründe gehöre und das Volk da- zumal gegen die bair. Negierung sehr aufgebracht gewesen sei. Dann heißt es: >,D«r Pfarrer (?. Maiser nämlich!), die Vorteile und den günstigen Zeitpunkt zur Sicherung seines künftigen Besitzstandes er- kennend, hat sowohl den Ohrischen Hof zu Gamprin, als auch die Statthalterei-Waldungen ohne einen Erroerbstitel angeben zu können,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.