l. Die älteste Geschichte der Pfarrei. 
11 Bitten mit wohlwollender Zustimmung entgegenkommend, die Kirche von Bendern, die euch von unserem ehrwürdigen Bruder, dem Bischof Arnold von Chur, mit Zustimmung seines Kapitels übergeben worden ist, wie ihr sie rechtmäßig und fried- lich besitzet und in dem Schreiben des genannten Bischofs und des Kapitels genugsam zu ersehen ist, kraft unserer apostolischen Vollmacht durch diese Urkunde. Keinem Menschen also soll es gestattet sein, diese Bestätigungsurkunde zu verletzen oder frevent- lich dagegen zu handeln. Wenn aber einer dies zu tun wagen sollte, wird er den Zorn des allmächtigen Gottes und der Apostel Petrus und Paulus auf sich laden. Gegeben im Lateran, 13. Juni, im 5. Jahre unseres Pontifikates." Im Jahre 1227 erklärte der König Heinrich das Kloster St. Luzi für zollfrei für das ganze Gebiet des Bistums Chur und frei von leoem Vogteirecht. Doch sollen nach einer Notiz im Eschner Pfarrarchiv die Herren von Schellenberg Vögte der Kirche von Ben- dern gewesen sein und dort ihre Grabstätte gehabt haben. Schellen- berg lag auch in dieser Pfarrei. Von circa 1200 an bis 1316, also 600 Jahre lang, verwalteten die Patres von St. Luzi die damals sehr große und ausgedehnte Pfarrei. Zu dieser gehörten nämlich diesseits des Rheines: Bendern, Eamprin, Ruggell, Schellenberg und der Weiler Abberg. Jenseits des Flusses gehörten dazu bis zum Abfall im 16. Jahrhundert Haag und Salez und im Mittelalter auch Sennwald. Letztere Gemeinde wurde schon im Mittelalter eine eigene Pfarrei, aber immer auch von Mönchen aus St. Luzi versehen. Öfter wurden Pfarrer von Senn- wald auf die Pfarrei Bendern transferiert. Das Kloster hatte das Patronatsrecht in Sennwald. Papst Julius II. erklärte durch Bulle vom 1. Juli 1506 die Kirche von Bendern von der Leistung der sogen, fructus primi frei und bestätigte dem Kloster die Pfarrkirche des hl. Eallus in Sennwald, „Rotenkirch" genannt, samt dem großen Zehnten daselbst. Die Pfründe im Sennwald wurde i. I. 1422 unter dem Abte Johannes gegründet und zwar von einem Feldkircher Bürger. Die betreffende Urkunde gibt folgendes an. Hans Kobler, seine Ehefrau Walburg und seine Kinder treten an St. Luzi um ihres und ihrer Vordern Seelenheiles willen ab: ihren Hof im Senn- wald mit Wald und Feld, 1 Acker in Ruggell, 2 Viertel Schmalz ab dem Klausen Gut auf Planken, 2 Schäffel Waizen, 6 Viertel
        

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