VIII. Lehen-Urkunden. 
123 Zahlung? Statt die Trauben 
auf seine Kosten in den Torkel der Statt- halterei zu liefern und die Hälfte des Ertrages 
dem Kloster zu überlassen hat. 
Dies so lange, bis die 42 fl abgezahlt sind. Im Jahre 1360 wurden vom Pfrundgut 300 Ouadr.-Klafter an Jakob Bieder- mann für den Bau 
eines Gasthauses verkauft. Früher war eine Bewilli- gung zum Verkaufe von 100 Kl. für ein Zollhaus nicht benützt, sondern das dortige Wirtshaus in ein Zollhaus verwandelt worden. Die Regierung befürwortete den Verkauf, weil ein Gasthaus an jener Stelle für die 
Rei- senden und Fuhrleute bei 
dem groszen Verkehr infolge der 
neuen Eisenbahn jenseits des 
Rheines sehr wünschenswert sei. Im Jahre 1302 hatte Joses Büchel die Erlaubnis 
erhalten, sein auf der Gülle stehendes Haus und Stall auf dem St. 
Luzi'schen Lehenboden zu errichten. Im Jahre 1355 
wollte sein Nachkomme Anton Büchel 1170 Quadrat- Klafter von jenem Lehengut um das Haus herum kaufen und dafür 357 fl bezahlen. Pfr. Schädler war einverstanden. 6 Jahre nachher ging die Schätzungsurkunde nach Feldkirch. Das Rentamt schickte 
das Gesuch an die Finanz.-Bez.-Direktion. Diese fragte beim Oberamt in Vaduz an und ver- langte ein Gutachten. Das bischöfl. Ordinariat war gegen den Verkauf, weil der Preis zu gering und der Grundbesitz 
das Sicherste für eine Pfründe ser. Am 23. Ott. 
1865 schrieb Pfr. Schädler an das Ordinariat: Durch die 
Tratt- Ablösung und Regulierung 
und Auslösung des Zehnten der Psarrgüter habe die Pfründe eine bedeutende Schuldenlast erhalten, die an die betreffenden Gemeinden verzinst werden 
müsse. Diese Schuld könnte 
durch Auslösung der Körner- und Schmalzzinse vermindert werden. 
Die fürstl. Regierung habe mit den Zinspflichtigen ein Übereinkommen getroffen und für das alte Vier- tel (klein Maß) 32 fl Oe.-W. (80 Franken), für 
das Mäszle 2fl 5 Franken Ablösungskapital bestimmt. Für die Butter ab Planken wurde das Pfund leichtes Gewicht zu 30 Kreuzer Zins 
berechnet, also 6 fl Kapital. Der Bezug der Butter ab 
Planken sei mit viel Unannehmlichkeiten verbun- den, weil das Gut Meda, auf dem 
die Last haftet, 
mehrere Besitzer habe. Von Eschen beziehe der Pfarrer 22 Pfd. Butter. Der Pfarrer bittet um Ablösungs-Bewilligung. Er erhielt sie. Im Jahre 1872 beantragte Pfr. Schädler den Verkauf aller Pfründgüter, die in Ruggell 
und Eschen lagen. Der Landesverweser v. Hausen war nicht dafür. Bodenoerkauf sei für eine Pfründe eine bedenkliche Sache. Jedenfalls müsse vorher der Schiedsspruch über das Patronatsrecht abgewartet werden, da der Patron auch ein Recht habe mitzureden. Auch das Ordinariat verhielt sich ablehnend. VIII. Lehen-Arnunden 1338. Erhart 
der Bischer erhält vom Propst Ulrich das Gut „die 
Prait" ge- nannt zu Bendern als Lehen um den jährlichen Zins von 1 Pfund Pfen- ning, 40 Eiern und 4 Hühnern. 1412. Der ehrbare Knecht Kunrat Knabenknecht, säszhast 
zu Musinen, am^EHner-.
        

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