es nun ZVV Jahre sind, seitdem der sog. prättigauer Krieg seinen Höhepunkt erreichte, der auch unser Lano in arger Weise m Mitleidenschaft zog, dürfte eine Kurze Skizzierung der Begebenheiten, soweit sie unser Gebiet betrafen, im historischen Jahrbuche gerecht- fertigt sein. Die Landschaft prättigau gehörte zu Anfang oes 17. Jahrhun- derts zu Oesterreich. Die Reformation und die politischen Partei- ungen Frachten das Volk von Graubünden in die ärgste Zwietracht und die blutigsten Verfolgungen und Strafurteile der Parteien gegen- einander waren auf der Tagesordnung. Besonders waren es die prädikanten, die den religiösen Fanatismus schürten und zu blutigen Verfolgungen Katholischer Führer hetzten, was dann auf der Seite der verfolgten wieder zu einer ebenso blutigen Gegenaktion rief. Kuch waren die Vündner in verschiedene Parteien geteilt, indem die Einen zu den venetianern, die Kndern zu den Spaniern und die Dritten zu Frankreich hielten. Unter diesen wütete dann der erbittertste partei- haß, der ourch fremdes Geld geschürt wurde. Die prättigauer, die für den 5lbfall vom alten Glauben ge- wonnen waren, suchten sich vom Katholischen Oesterreich frei zu machen. Ein im Iahre 1620 eingesetztes Strafgericht zu vavos be- stätigte frühere Bluturteile und verfolgte besonders die Katholiken. Diese Zustände ließen einen Krieg mit Oesterreich befürchten, weshalb 
die Feste Gutenberg mit österreichischer Mannschaft besetzt wurde und der Graf Taspar von Hohenems auch aus dem Stosse zu Vaduz eine starke Lesatzung hielt und die Landesgrenze bewachte. Der Oberst Werner v. Kaiternau, hauptmann der österreichi- schen Wehrmannschaft in Vorarlberg, schrieb im Sommer 1920 an
        

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