49 Gleich in den Iahren l866—68 entfaltete Prof. BötzKes eine überaus eifrige und erfolgreiche floristische Wirksamkeit, die sich ganz be- sonders auf das Liechtensteiner Ried und das gesamte Zaminatal bis zum NaafKopf erstreckte und ihn als den Vater der eingehenderen botanischen Erforschung Liechtensteins erscheinen läßt. Die Resultate der Forschungen Professor BötzKes wurden infolge seines Abganges nach Equador von dessen Nachfolger am Gymnasium der Stella Matutina p. Dr. Heinrich Kemp (1868—74, später Professor der Che- mie am 5t. TaviersKollege in Bombay, auch vortrefflichem Geo- logen und Zoologen, gest. 19t>9 in Köln) in den „Nachträgen zur Flora des Illgebietes von Vorarlberg" (Gesterr. bot. Zeitschr., Iahrg. 187Z und 1374) veröffentlicht; von einem guten Teile seiner Funde, besonders der aus dem ebenen Teile Liechtensteins, sind die Belege in den bot. 5ammlungen des FeldKircher 5taatsgymnasiums, dem ja BötzKes durch drei Iahre angehörte, vereint mit 5tockers Hcrbar hinterlegt. p. BötzKes setzte zunächst die Erforschung des Tisener Riedes fort. Er fand dort, an Kritischem Blick den trefflichen Direktor 5tocker bereits überflügelnd, neben der Floh-5e.gge (Lsrex pulicaris) die seither in unserer Gegend wohl ausgestorbene, von mir nur noch am Werdenberger 5ee gesammelte Braune 5chnabelbinss lM^n- clioäporz tusca), das 5chmalblattrige Knabenkraut (Orcbis l'raun- steinen), den Hochstengeligen 5teinKlee (Melilotus sltissimus), die Kümmelblättrige 5ilge (8elinum carvilolis), den Weiden-Alant (Inu- lÄ^83licin3)> am Luschrands nächst der Kirche die Unterbrochenährige 5egae (Lsrex äivu>8g), in Gallmist den 5chotenKlee (l.otu8 8ili- quo8U8); vom 5chellenberge brachte er die Einknollige Herminie (I^erminium mc>norcr>i8), die südliche 5chmeerwurz ^gmu8 cc>mniuni8) und die 5tinKende Hauhechel (0noni8 Ioeten8). 5sin Lieblingsrevier blieb durch die drei Iahre seiner so eifrigen Tätigkeit das ganze Saminatal von Amerlügen bis zum NaafKopf. Im untern Teile desselben fand BötzKes die Europäische Gerste (ttoräeum europaeum), die Riesen-Segge (Lsrex pencluIsX das Bleichgelbe Knabenkraut (0i^ni8 psllens), die Gefingerte Zahnwurz (ventaris ctiZitsts), die Gelbe Sommerwurz (Owb^ncKe tlava) Im obern und obersten, bis^dort botanisch unerforschten Saminatal fand BötzKes die alpine Stammform unseres Garten-Schnittlauchs «Mium 8ibiricum), den prächtigen Alpen-Rittersporn (Oelpbinium slpinum), den Kältelie-
        

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