48 Stocker 1859 die gegenwärtig nur noch selten bei Dornbirn und Frchach vorkommende Sumpf-Schafgarbe (^ckilleg ptgrmica). Drei- mal verirrte sich Stocker sogar auf den Schellenberg, von wo er u. a. das für die Moorwiesen Liechtensteins so bezeichnende hibri- dogene vernachlässigte Veilchen (Viols ne^Iectg, als V Huppii bestimmt) mitbrachte. Selbst auf dem FeldKirch so nahen Aelple treffen wir Ztocker nach seinem Herbar nur einmal (1861)' nach Lruhins Angabe fand er an den Drei Schwestern den westlichen, in der Gegend seither nur noch von Richen in zwei Stöcken am Feld- Kircher Stadtschrofen entdeckten Haller'schen Milzfarn (^splenium ton- tsnum). Im Iahre 1862 unternahm der K.K. ^KreisgerichtsaKtuar Dr. Franz v. Pssch (später Sekretär, gest. als Landesgerichtsrat i.p. in Innsbrucks eine Partie „über die Z Schwestern ins Liech- tensteiner Gebirge" (vermutlich mit Abstieg über Gaflei), deren Ergebnisse im Herbare Stockers enthalten sind und die erste Grund- lage unserer Kenntnis der Alpenflora Liechtensteins bilden. Neben den gewöhnlichen Arten sind aus posch's^Ausbeute die Frühlings- Küchenschelle (Anemone vemalis), die sonst Kieselliebende, in Liechten- stein' seither nicht wiedergefundene Schwefelgelbe Alpen-Anemone (^. sultures), die Gebräuchliche Bärentraube (^rctostgpli>'lc>8 uva uiÄ) und der westalpine Lebcrbolsam (rlrinus slpinus) zu erwähnen. Im Iahre 1864 brachte v. posch vom NaafKopf die Kriechende Nelken- wurz (Qsum repwns); 1866 treffen wir ihn auf der Gallina, von wo der Pharmazeut F. UshI 1861 die Blaugrüne Heckenkirsche (l^onicers coeruleg) gebracht hatte. Im Herbste 1865 Kam an das damals öffentliche Gymnasium'der Iesuiten als Lehrer der Naturgeschichte der noch heute in valken- burg in Holland lebende, mir um 1910 bei einem späteren zeitweiligen FeldKircher Ausenthalte befreundet gewordene p. Christian VsetMs (geb. 1840 zu Lreysll im Rheinland)- er verblieb-in dieser Stellung bis zur Uebergabe des Gymnasiums an weltliche Lehrkräfte 1868, woraus er seine theologischen Studien beendete und 187Z von Garcia Moreno an das neugegründete Polytechnikum nach Vuito^) berufen wurde, wo er bis nach der Ermordung des edlen Präsidenten verblieb. >) j). Bötzkes war hier Kollege seines mir !>?02 in Innsbruck gleichfalls persönlich bekannt gewordenen INitbrud^ rs Dr. Theodor lvolf, des späteren Staats- geologen von Equador nnd Potentillen-Nonographen, für den er noch iyo^ bei Zermatt wertvolles Potentillenmaterial aufbrachte.
        

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