Die erste Mitteilung über Liechtensteins Blütenpflanzen stammt aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts. Im Jahre 1807 beobach- tete auf der Durchreise nach 5t. Moriz Dr. med. Christ. Friedr. Hilier „zwischen FeldKirch und IZalzers" außer angeblichem Buntem Zalbei <83lvig sclsrea) die gelblichweis; blühende Behaarte KardensKablose (Lepbglsns pil»8g), eine ansehnliche pflanze mehr südlichen Charak- ters, die sich noch heute gruppenweise an der Straße von Zchaanwald bis Balzers findet. Im folgenden Jahrzehnt (1816—19) Kam der verdiente Botaniker Dr. IaK. Laurenz Ttlster, LezirKsarzt zu Thal bei Rheineck (geb. 1755, gest. 1851), auch ins Fürstentum Liechten- stein, wo ihm am Eschnerberge die für unser Gebiet so be- zeichnende südliche Zchneeweiße Hainsimse (I^u^uw nives) auffiel; auch das FeldKircher 5lelple wurde von ihm bestiegen, wo er den in unsern Hochwäldern verbreiteten Ivald-Zchwingel (Îestuca sil- vgtics) sammelte. Im Iahre 1828 bewunderte auf der Durch- reise Johann Bernhard Mlbraild, Professor in Gießen (gest. 1846), im Walde ober Balzers die duftenden Purpurblüten der Erd- scheibe (L^clgmen europgeum), dieser Zierde des liechtensteinischen Löhngebietes, die schon um 1550 bei FeldKirch die Aufmerk- samkeit des botanischen Kltvaters Hieronymus Bock (Tragus) erregt hatte. Um 1852 besucht- Ioh. Xonrad Rehsteiner, evanz. Pfarrer in Eichberg bei Kltstätten (gest. 1860) das Sumpsgebiet an der Nordgrenze Liechtensteins, wo er bei Bangs die heute hier anscheinend bereits ausgestorbene Dreikantige Teichbinse (Lcirpu8 triqueter), bei Tisis die Ivolss-Zegge (Larex vulpmg), den 5umpf- HornKlee (I^otuZ u!iAino8UZ), sowie die pyramidenährige Kamm- Grchis (^nacamptis p^ramiäslis) fand, welches letztere schöne, in
        

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