2Z schickte Kapuziner dorthin, die das Volk über dieselbe aufklären und zu.ihr zurückführen sollten. Da brach der Sturm los. Es war am 24. April 1,622. Eben stand der hl. Fidelis, der Gbere der Missionäre, auf der Tanzel der Kirche zu Seewies, wohin er heuch- lerisch eingeladen war, als eine Flintenkugel neben ihm in die Wand drang und ein wütender Lärm die Kirche erfüllte. Er wurde außer derselben erschlagen. 5luch die österreichischen Militärposten, die zu feinem Schutze entsandt waren, wurden teils getötet, teils gefangen. Nun rückte Gberst Raitenau mit dem Kufgebot der vorarlberger an die Lündnergrenze, besetzte den Flüscherberg und ließ Schanzen auswerfen. Kber in seiner unglaublichen Sorglosigkeit ließ er sich von den heranrückenden Lündnern überraschen und in die Flucht schla- gen. Die vorarlberger verloren viel Volk, die Herrschaft FeldKirch allein Zvt> Mann. Die Leute von Lalzers und Mäls begruben die Gefallenen auf ihrem Friedhof in geweihter Erde. Sie hatten den Mesterreichern auch die Wege über den Fäscherberg gezeigt. Dabei war auch ein Mälsner Namens Knton Sparr, der mit den vorarlbergern den Tod fand. Da die Bündner Maienfelo belagerten, wo eine österreichische Besatzung eingeschlossen war, und ein Entsatz nicht gelingen wollte, sandte ider Gras Kaspar seinen Landvogt an die prättigauer, um sreien Kbzug für die Besatzung zu erhalten. Er erreichte soviel, daß die Gesterreicher mit Klingenden Fahnen, Gewehr und Gepäck abziehen durften. So zogen die 850 Mann mit 154 Soldatenweibern über di- Steig nach FeldKirch. Peter Kaiser erzählt weiter: Vbwohl die Landschaften Vaduz und Schellenberg diesem Kriege fremd und neutral blieben, hatten sie doch unter demselben schwer zu leiden. Die beständigen hin- und Herzüge der österr. Truppen und die Besatzung zu Gutenberg sielen dem Ländchen sehr zur Last. In Balzers hausten die österr. Truppen wie in Feindesland. Km 5. Iuli brachen die Bündner unter ihrem Hauptmann Wnß von der Steig nach Balzers herab und plünderten das Dorf. Eine Abteilung zog über den Triesnerberg in die tllpen, nahm Butter und Käse und trieb das Vieh weg. Sie brachten ihren Raub sicher auf die Steig. Gras Kaspar beschwerte sich bitterlich über solch feindlichen Einfall, da er doch mit den Bündnern immer im Frieden gelebt habe, und verlangte Rückerstattung. Die Bündner' antworteten, über den Grafen hätten sie sich nicht zu beklagen, wohl
        

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