l2 den Grafen Taspar, er möge, wenn dem Schloß Gutenberg etwas feindliches begegnen sollte, mit seiner vaöuzer Mannschaft dem Schloß solange zuhilf Kommen, bis aus Vorarlberg der nötige SuKKurs eingetroffen sein werde. Er bat um Mitteilung, wessen man sich von Seiten des Grafen zu versehen habe. Er werde über 200 Mann M den patz der Luziensteig und um das Schloß Gutenberg schicken. Des Grafen Untertanen zu Lalzers sollen für den notwen- digen Unterhalt und Ouartier für dieselben sorgen, daß man mit Proviant versehen sei. Klles gegen gebührliche Bezahlung. Die österreichische Mannschaft war also eingerückt und in Balzers und Mäls einquartiert worden samt ihren Weibern und Kindern, die damals bei solchen Anlässen mitgeschleppt wurden. Diese Leute fielen aber den Balznern bald zur schwersten Last. Darüber schrieb der Landvogt v. proßwalden -an den Grafen Taspar in hohenems am 9. GKtober: „Soviel die Klagen zwischen den gräflichen Untertanen und den gutenbergischen Soldaten anbelangt, ist es dergestalt beschaffen: Nachdem diese Soldaten auf das Schloß Gutenberg gelegt worden^ so haben Ihre Untertanen den Soldaten, Weib und Kindern aus Gutherzigkeit in ihre Häuser zu Lalzers und Mäls einloschiert in der Meinung, es werde nit allein nit lange Zeit antreffen, sondern auch dem Haus Oesterreich wegen.Eurer Gnaden soviel nit wollen abschlagen, eine Kleine Zeit sich mit ihnen zu gedulden. Oieweilen aber solches Kein endtschast will nehmen, fangen 'sich die Unter- thanen an ie lenger ie mehr zu 'beklagen, daß sie die Soldaten Weiber lenger gedulden sollen, in LedenKhung, sie Keine Oesterreichi- sche Unterthanen senen, sonder auch die Soldaten Weiber Essig, Salz, Liechter, holz und dergleichen mit gewalt haben wollen. Da sie Inen doch nichts schuldig, sonder was sie, die underthanen, gethan, selbiges aus guethwilligkeit beschehen sene. Nun. haben zwar die Underthanen sich gegen andern als dem von lRamschwag niemals beklagt, auch nie zu mir Kommen, als vor ein tag 8 oder t0 und mir solches angezeigt. Daraus Ich Inen naher Valzers 'reiten wöllen und den Soldaten Weiber zu sagen, ,das sie sich solcher ge- walts^nforderung deß Tssig, Salz und anderes bemüssigen sollen, sondern umb Ire Bezahlung Inen es erfolgt solle werden, auch sich mit den blossen Losämentern zu vergnügen, aldieweil man Iuen dasselbige nit anders als aus guetherzigkait zugeben schuldig. So
        

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