Zweiter Teil. Die Regierungszeit des Fürsten ^osef Wenzel im Fürstentum Liechtenstein. i. Km 16. Juni 1712 hatte Fürst Hans Adam Liechtenstein — dieIeit- genossen nannten ihn den „reichen" Hans Adam — seine Tage beschlossen. Eine bedeutende Erscheinung in der Geschichte des liechtensteinischen Fürstenhauses hatte Hans Adam eine glückliche Hauspolitik be- trieben, besonders durch eine umsichtige Verwaltung der Güter den gesunkenen. Wohlstand seines Hauses mächtig gehoben. Noch mehr als seine großartigen Valastbauten, seine wertvollen Kunstsammlungen und die Anlage der nach ihm benannten neuen Wiener-Vorstadt Liechtental haben seine Bemühungen um die souveraine Stellung des Fürstenhauses und die damit im Zusammenhang stehende Erwerbung der freien Neichsherrschaften Vaduz und Schellenberg seinen Namen verewigt. Seine beideutenden Mittel ermöglichten ihm den Ankaus dieser beiden Herrschaften zu einem Kaufpreis, welcher zwar deren wahren Wert bei weitem überstieg, aber er bedürfte reichsunmittel- barer Besitzungen, um die angestrebte Einführung in das Reichs- fürstenkollegium zu erreichen. Durch den Kaufvertrag vom 18. Iänner 1699 brachte er die Herrschaft Schellenberg 
an sich, doch war diese zu Kleinen Umfanges, um als fürstenmäsziger Besitz gelten zu Können. Fürst Hans Adam 
anerbot sich, bis zur Erwerbung von fürstenmäszigen Gütern dem Schwäbischen Kreise ein unver- zinsliches Darlehen von 250,000 Gulden zur Verfügung zu stellen und erreichte tatsächlich Sitz und Stimme im Fürstenkollegium des
        

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