s? hervorragende Alabastergruppe, darstellend Apollo, Minerva und den Genius, die Jugendarbeit und leider auch die glänzendste Leistung eines Wiener Bildhauers, der sich in seinem späteren Schaffen nie mehr zu dieser 'hohe der Vollendung emporschwang, ferner ein Alabasterrelief, Adam und Eva darstellend, von einem unbekannten Künstler. Wenn auch die Zahl der vom Fürsten erworbenen Skulp- turen eine verhältnismäßig geringe ist, so üst ihr Künstlerischer Wert umso höher anzuschlagen. Wenn wahrer Adel sich vor allem durch Förderung des Guten und Schönen auszeichnen muß, so hat der Fürst selbst diese erhabene Idee weitgehend verwirklicht. Wo er Künst- lerische Bestrebungen und den guten Geschmack fördern Konnte, verband er entgegenkommendes Verständnis mit fürstlicher Frei- gebigkeit, Künstler waren stets willkommene Gäste in seinem Palais, deren Talente er durch vorübergehende Unterstützungen oder Aussetzung eines lebenslänglichen Gehaltes zu entwickeln suchte und die er durch Erteilung von Aufträgen in steter Beschäftigung hielt. Die Biographen rühmen einmütig den großen Wohltätig- Keitssinn des Fürsten. Er gab große Summen für die Armen und Notleidenden aus, die sich täglich vor seinem palaste zu be- stimmter Stunde versammelten und von der Dienerschaft des Fürsten reichlich mit Almosen bedacht wurden, welcher es bei Strafe der Entlassung untersagt war, einen Dürftigen unbeschenkt wegzuschicken. Er sah es nicht gerne, wenn die Polizei die armen Leute wegjagen wollte !und ließ sie eher vorher durch seine Diener warnen. Bei seinen Ausfahrten und Ausgängen mußte der ihn begleitende Diener stets die Taschen mit Münzen füllen und sie den Bettlern an den Wegen austeilen. In Feldsberg errichtete der Fürst ein Waisenhaus für Knaben, die aus seine Kosten erzogen und für ein Handwerk ausgebildet wurden,' groß war die Zahl der Witwen und Waisen nach gefallenen Soldaten und Offizieren, für deren Unterhalt er aus seinen Mitteln auskam. Leweis seiner großen Menschenfreundlichkeit find die zahlreichen Legate, welche er in seinem Testamente vor allem seiner Dienerschaft aussetzte- wenn diese bisweilen auch! die Launen seines Alters gu fühlen bekam und er sie oft aus geringfügigen Ursachen ja us dem Dienste entließ, so stellte er doch stets ihre Zukunft sicher. Sein sanguinisches Temperament riß ihn gelegentlich zu
        

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