»2 Die spätere Zeit baute auf den vom Fürsten gelegten Grundlagen weiter und als dieser längst in der Totengruft ruhte, verkündete der Donner der siegreichen österreichischen Geschütze in zahlreichen Schlachten den Rührn ihres unsterblichen Schöpsers. In dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste ließ Maria Theresia die Lüste des Fürsten im früheren Kaiserlichen Zeughaus in Wien aufstellen und auf die Medaille, die nach seinem Tode geprägt wurde, die Worte schreiben: IVlAriÄl'rleresia^uAustAl?e8titutorj Kei armentsri^e öelli pacisczue ^.rtidus illustri mriioo l^atriae et 8uo. Der Fürst bekundete außerdem seinen aufrichtigen Patriotismus durch große (Opfer finanzieller Natur, welche er seinem infolge der großen Kriegsnöte arg bedrängten vaterlande brachte. Für die Rüstungen zum Kriege, in welchen Oesterreich infolge der polnischen Thronstreitigkeiten hineingezogen wurde, stellte er aus dem Majorats- vermögen hundertfünfzigtousend Gulden darlehensweise zur Verfü- gung! und gab für den gleichen Zweck ein zweites Darlehen von achtzigtausend Gulden. Wie hoch die Kaiserin Maria Theresia den Fürsten ehrte und schätzte, beweist nicht nur die Letrauung mit ehrenvollen Missionen, auch jaus ihren Briefen an den Fürsten spricht die große Verehrung und herzliche Freundschaft für ihren getreuen Paladin. Das liechten- steinische Famülienarchiv bewahrt diese beredten Zeugen der dankbaren Gesinnung und Hochschätzung der großen Kaiserin für den hochver- dienten StaatsmannMnd lFeldherrn. Ts gab Keine Staatsangelegenheit von Bedeutung, für welche die Kaiserin nicht den Rat des Fürsten Wenzel einholte. Die vorbildliche Förderung der schönen Künste gehörte seit jeher zu den ausgesprochenen Traditionen des fürstlichen Hauses, deren Frucht die wertvollste aller Privatgalerien auf die Kontinente bildet, die liechtensteinische Gemäldegalerie im Sommerpalaste in der Rossau in Wien, welcher auch bedeutende Kunstsammlungen der Plastik und des Kunstgewerbes angeschlossen sind. Die Kunstfreude eines reichen und für die edelsten Llüten menschlicher Kulturarbeit begeisterten Feudalgeschlechtes hat sie geschaffen. Was bereits frühe Generationen des fürstlichen Hauses an Gemälden, Plastiken und Kunstgewerblichen Gegenständen gesammelt hatten, vereinigte Fürst Karl Tusebius (1611 — 1684) zum Grundstock einer Galerie, die zunächst in dem vom Fürst-en Hans Adam erbauten palaste in
        

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