80 für die Beförderung der Magen. Km 6. (Oktober fand in Wien unter dem größten und Kostspieligsten Kusroand di>? Hochzeit statt, an welche sich rauschende Festlichkeiten anschlössen. Einen weiteren Beweis ihrer großen Wertschätzung gab die Kaiserin dem Fürsten durch die Entsendung zum Kurfürstlichen Kol- l'egialtag 1764 nach Frankfurt, wo er in der Eigenschaft als Kaiserlicher Kommissär die Vorbereitungen für die Wahl und Krö- nung Josephs II. zum römischen König zu treffen hatte. Wohl trug das bald tausendjährige römische Reich die Spuren des baldigen Zerfalles 
an sich, allein Maria Theresia wollte die mit der Kaiser- würde verbundene erste Stellung unter den europäischen Herrscher- familien ihrem Sohne sichern und erreichte auch mit Knwendung reichlichster „handsalbe" bei den sieben Kurfürsten dessen einstimmige Wahl am 27. März 1764) unter Tntfaltung der ehrwürdigen PrunK- -sormen fand wenige Tage hernach die feierliche Krönung des Künf- tigen Kaisers statt, bei welcher Gelegenheit Fürst Wenzel glanzvolle Festlichkeiten gab. Goethe hat in seiner „Dichtung und Wahrheit" gelegenrUch der iSchWerung der König-Krönung Joseph ll. dem Fürsten Wenzel ehrende Worte gewidmet. In die. letzten Lebensjahre des Fürsten fällt jene viel genannte Begebenheit aus dem Leben des Kaisers Joses II., welche hier festgehalten zu werden verdient. Der Kaiser berührte auf einer Reise von Glmütz nach Wien die dem Fürsten gehörende Herrschaft Posoritz in Mähren, wo er einem aus dem Felde pflügenden Lauer den Pflug abnahm und selbst die angefangene Furche weiterzog. Für>i wenze? liess an dieser Stelle einen Denkstein errichten mit der Inschrift: „Dem KndenKen Josephs II. Römischen Kaisers, der îm Ickhre 1769 den 19. des Monats Kugust zur Ermunterung des Fleißes und Verherrlichung der nützlichsten aller Künste mit eigener Hand den Pflug durch dieses ganze Joch Kcker lenkte. Mit Einverständnis der Stände von Mähren geweiht von Joseph Wenzel Fürst von Liechtenstein". VI. In der für (Oesterreich unglücklichen Schlacht bei Tzaslau hatte Fürst Wenzel die Ueberlegenheit der preußischen Krtillerie über die österreichische Kennen gelernt und sah in ihr jene Waffe der ZuKunst, von welcher die wesentliche Entscheidung in den Schlachten abhängt.
        

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