.75 besserte sich die Zachlage und in glücklichen Vorstößen wurden die gegnerischen Truppen aus verschiedenen Stellungen gedrängt. Leider wurde die Kriegführung der Gesterreicher durch die zweifelhafte Haltung des sardinischen Bundesgenossen stark gehemmt. In der ersten Hälfte Zum 1745 erachtete der Fürst den Zeitpunkt für gekommen, den von langer Hand und Klug vorbereiteten hauptschlag auszuführen, worin ihn seine ausgezeichneten Generäle Brown und BcrnKlau bestärkten. Das spanische Heer unter Don Philipp und Gages hatte rings um piacenza das Lager ausgeschlagen und es durch verschanzungen gedeckt, wurde aber von den österreichi- schen Truppen, die etwa 40,000 Mann zählten, immer mehr ein- geengt und rief die im piemontesischen unter dem Feldherrn Maille- bois befindlichen französischen StreitKräste zu Hilfe, die am 14. Iuni bei piacenza eintrafen. Das Eintreffen der Franzosen ließ Keine Zweifel über eine bevorstehende Schlacht aufkommen und der Fürst traf sorgfältig die Vorbereitungen. Bereits in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni rückten die feindlichen Truppen aus ihren Ver- schanzungen gegen die Gesterreicher vor und eröffneten mit Tages- anbruch den Kampf. Der linke Flügel der österreichischen Truppen wurde von Brown befehligt und rang in heftigem Kampfe die feindlichen Angrifssmassen nieder. Die ausgezeichnete Kavallerie hatte hier, von der Artillerie wirkungsvoll unterstützt, die Ent- scheidung herbeigeführt. Der rechte Flügel mußte anfänglich vor der feindlichen Uebermacht zurückweichen, eroberte jedoch seine frühere Stellung mit Hilfe der Reiterei wieder, unentschieden schwankte der Kampf hin und her, bis die durch den Lieg des linken Flügels srcigewoodencn Truppen den sich heldenmütig schlagenden Gegner überwältigten. Achtzig der besten Kanoniere des Fürsten, die wenige Stunden vor Beginn der Schlacht eingetroffen waren, trugen wesent- lich zum siegreichen Ausgang bei. Die Franzosen und Spanier Kämpften mit großer Tapferkeit und der Sieg mußte durch eine hartnäckige und blutige Schlacht erfochten werden. 4000 Gesterreicher bedeckten das Kampffeld, die Feinde zählten 5000 Tote, verloren überdies noch 6000 Gefangene und eine große Anzahl Kanonen und Fahnen. Seit den glorreichen Zeiten des großen Prinzen Eugen hatte das österreichische Heer einen so vollständigen Sieg nicht errungen und darum ist der ungeheuere Iubel begreiflich, mit welchem die
        

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