Treffen bei Ezaslau (17. Mai 1742) von neuem an seine Fahnen zuhef- ten und errang über das Heer Karls von Lothringen durch die an Zahl und Vervollkommnung weit überlegene Artillerie den Lieg, es war allerdings ein Pyrrhussieg, welcher den Zieger zum schleunigen Frieden nötigte, der am 28. Juni in Berlin definitiv unterzeichnet und in dem fast ganz Schlesien — ,/oer schönste Edelstein meiner Krone", Klagte Maria Theresia — an Preußen abgetreten wurde. In der Schlacht bei Tzaslau führte der Fürst siegreich die Reiterei der rechten Schlachtordnung an und warf die Reiterei des linken Flügels der Preußen, büßte aber, da sich die Truppen zu früh zur Plünderung zerstreuten, den gewonnenen Erfolg wieder eiru Die Berichte über diese Schlacht melden von der großen Tapferkeit des Fürsten, wie er mit'eigener Hand zahlreiche Feinde erlegte. Sein Kriegerischer Eifer führte ihn tief in die Schlacht und er galt bereits für tot oder gefangen, bis er endlich mit blutbespritztsr Uniform und blutigem Degen wieder zum Vorschein Kam. Zu seinen besiegten Gegnern zählte u. a. ein preußischer Kürassier aus der „Langen Garde" des Königs Friedrich Wilhelm, einer jener Riesen, wie sie der König aus ganz Europa — oft mit ungerechten Mitteln — anwerben ließ. Dieser zückte bereits den Säbel, um dem Fürsten den Kopf zu spalten, der aber wich durch eine geschickte Wendung aus und rannte im nächsten Augenblick dem Angreiser seinen Degen in den Leib, woraus der Koloß aus dem Sattel fiel. Gb der Fürst an den nun folgenden wechselvollen Kämpfen in Bayern teilnahm, welche auf österreichischer Seite von Karl von Lothringen und Graf Khevenhiller gegen die ver- einigten Bayern und Franzosen geführt wurden, ist zwar wahr- scheinlich, doch nicht sichergestellt. Unter dem Drucke des Friedens- schlusses zwischen Oesterreich und Preußen zog die französische Armee unbemerkt aus Prag ab, wo sie von den Gesterreichern unter dem Fürsten LobKowitz belagert worden war und als die noch vor Kurzem so bedrängte Kaiserin unter dem unermeßlichen Jubel der Bevöl- kerung am 12. Mai 1743 in Prag als Königin von Böhmen gekrönt wurde, wohnte auch Fürst Wenzel als Repräsentant seines Hauses der Krönung bei und brachte in dessen Namen der rechtmäßigen Königin die Huldigung dar, die er dem unrechtmäßigen König und Kaiser Karl VII. verweigert hatte. Das folgende Jahr brachte ihm die Ernennung zum Gouverneur von Mähren.
        

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