über ein Iahr als Privatmann in Paris, bis ihn der Ausbruch des ersten schlesischen Krieges (l740—174Z), den Friedrich ll. mit einem ourch fadenscheinige Gründe verbrämten Rechtsbruch gegen Maria Theresia eröffnete, um Schlesien in seinen Besitz zu bringen, nach Hause zurückrief. Unter der unglücklichen Führung des öster- reichischen Oberbefehlshabers, des Grasen Neipperg, war die den ersten schlesischen Krieg entscheidende Schlacht bei Mollwitz am ll). Rpril l74l für die Gesterreicher bereits verloren, als der Fürst aus dem Kriegsschauplatze eintraf und in seiner Eigenschaft als General der Kavallerie an den weiteren Kriegsereignissen teilnahm. Diese sollten nicht lange auf sich warten lassen. Ermutigt durch die Nieder- lage Oesterreichs ^verbanden sich nun Frankreich, Banern, Spanien und Sachsen im Nymphenburger Vertrage, um im vereine mit Preußen die österreichische Monarchie zu vernichten und ihre Länder unter sich aufzuteilen. England und Nußland, auf welche Maria Theresia baute, versagten ihre Hilfe und ihr einziger Lichtblick in diesen düsteren Tagen war die Trieue ihrer Völker, vorab der Ungarn, deren Stände- und Magnatentafel auf jener denkwürdigen Neichs- versammlung zu Preßburg den Treuschwur ablegten: Viwm nostrsm et sanAuinem conseerÄMus! In rascher Folge wechselten nun die Ereignisse. Durch schnelles und glückliches handeln gelangten die Verbündeten in den wichtigen Besitz von Gberösterreich und Prag, dessen Einnahme die österreichischen Truppen unter ihrem neuen Befehlshaber, dem Großherzog Franz von Toscana, nicht verhindern Konnten, und riefen den Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern zum König von Löhmen aus, der auch die Huldigung des Adels entgegen- nahm, von der sich aber die Familie Liechtenstein fernhielt. Wohl aber führte der Fürst heftige Beschwerden über die maßlosen. Ne- quirierungen der preußischen Truppen auf seinen Gütern. > Bald aber wandte sich das Glück der Waffen. Fürst Wenzel nahm hervorragenden Anteil an der Ausarbeitung der Kriegspläne, aus Grund welcher eine Armee unter dem Grasen Khevenhiller in wenigen Tagen die Verbündeten aus Linz vertrieb und die Gesterreicher in Bayern einrücken Konnten' eine zweite Armee unter dem Ober- befehl Karls von Lothringen rückte in Böhmen ein, um Prag zurück- zuerobern. Der Fürst hatte den siegreichen Zug der Armee Kheven- hiller mütgemacht und schloß sich dann der zweiten Armee an. Friedrich ll. suchte das schwindende Kriegsglück durch das blutige
        

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