6^ ' unö teils auf seinen Gütern, einen Kurzen Aufenthalt in militärischen Diensten in Italien abgerechnet. Das Iahr l?,ZZ zwang den Fürsten, seine Studierstube mit -dem Schlachtfelds zu vertauschen und an dem durch die polnischen Thron st reitigkeiten herbeigeführten Feldzug aktiven Anteil- zu nehmen. Nach dem Tode Kugust II., des Starken, von Polen wurde der Kandidat des französischen Hofes und Schwiegervater Ludwig XV. von Frankreich, Stanislaus LeszcrmsKi, auf dem Wahl- tage zu Warschau mit großer Majorität zum Könige gewählt, wäh- rend eine Minorität für den neuen Kurfürsten von Sachsen, den Sohn Kugust It., Kugust III., als Thronkandidaten Partei ergriff, den Schützling Kaisers Karl VI. und der Kaiserin Knna von Ruß- land. Die Kriegserklärung Frankreichs an Oesterreich eröffnete die Feindseligkeiten, ein französisches Heer - unter dem Marschall Berwick zog gegen den Rhein und belagerte erfolgreich die Festung Kehl' ein zweites Heer unter Villars, dem letzten großen Heerführer aus der glanzvollen Zeit Ludwigs XIV., ging nach Italien und vereinigte sich mit dem vom König Karl Emauuel von Sar- dinien geführten Heere und besetzte nach der Einnahme von'Mailand die Lombardei, während ein spanisches Heer gleichzeitig das König- reich Neapel besetzte- ein drittes französisches Heer endlich drang in Lothringen vor. Der Kaiser sandte nun eine Krmee nach Italien und unterstellte sie dem Oberbefehle des Marschalls Mercn und nach dessen Tod auf dem Schlachtfelde jenem von Marschall Königsezg, welche Feldherrn in glücklichen Operationen dem Feinde trotz ihrer Minderzahl die Stange zu halten wußten, während die Hauptarmee un- ter des Prinzen von Savonen Kommando am Rheine aufgestellt wurde, wo sie einer fast fünffachen Uebermacht gegenüberstand. Fürst Wenzel wurdc ursprünglich zur Krmee des Marschalls Mercn abkommandiert, ein zweiter Lesehl verfügte ihn zur Rheinarmee unter gleichzeitiger Ernennung zum Geneval-Feldwachtmeister. Der Fürst beteiligte sich an den Operationen dieser Krmee, die dank der Klugheit des Prinzen Eugen sich in Keine allgemeine Schlacht einließ und sich auf die Defensive beschränkte. Die Verdienste des Fürsten Wenzel in diesem Feldzug fanden die verdiente Anerkennung seines Kaiserlichen Herren durch die Verleihung des Ordens vom Goldenen Vließ, mit dem er auf Vorschlag seines Thefs, des Prinzen Eugen, ausgezeichnet wurde. Noch vor Kbschluß des Friedens zu Wien 17Z5, durch welchen die ! i
        

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