62 verhindern. Den Oberbefehl in diesem TürKenKri eg übertrug Karl VI. dem Prinzen Eugen von Savonen, dem Präsidenten des Hofkriegsrates, welcher ein Heer von 65,000 Mann an der unteren Donau sammelte und am 5. August 1716 bei peterwardein die türkischen Scharen in fünfstündigem, heißem Kampfe unter 
Zurück- Fassung einer unermeßlichen Leute in regellose 
Flucht schlug. An dieser Schlacht nahm Prinz Wenzel mit dem Regiments teil, in dem er diente, und zwar mit solcher Tapferkeit, daß er zum Oberst- leutnant befördert wurde. Im weiteren verlaufe des Türkenkrieges fiel die Festung Temesvar, wobei sich Prinz Wenzel wiederum ruhmlich auszeichnete. Die Türken richteten nun Friedensvorschläge an den österreichischen Hof, die aber zurückgewiesen wurden. Prinz Eugen holte zu einem hauptschlag gegen den Erbfeind der Christenheit aus in der Schlacht bei Belgrad am 16. August'1717, welche mt der wilden Flucht des feindlichen Heeres und Uebergabe der Festung Belgrad an die Kaiserlichen Truppen endete. Der Sieg bei Belgrad, welcher den Gsmanen 20,000 Tote und verwundete, 600 Geschütze und die ganze vonauslottille Kostete, erweckte unge- heueren Iubel in allen Ländern Europas und hat dem ruhmvollen Türkenbezwinger in dem Volksliede: „Prinz Eugenius, der edle Ritter" ein Denkmal erstehen lassen „sere psrenmus". Prinz Wen- zel Kämpfte in dieser Schlacht mit großer Tapferkeit und nur seine außerordentliche Geistesgegenwart rettete ihm das Leben. Er befand sich unversehens mitten unter den feindlichen Ianitscharen und bereits zückte ein Spahi seinen Krummen Säbel, ihm den Kops zu spalten, als er noch rechtzeitig den Angreifer mit einem wohlgezielten Pi- stolenschuß niederstreckte und sich mit dem Degen durch die Feinde einen Weg zu seinem Regiments bahnte. Als der Prinz acht Iahre später Inhaber eines eigenen Regimentes wurde, hob das Ernen- nungsdekret insbesondere seine rühmliche und tapfere Haltung in den Türkenkriegen hervor. Der für Oesterreich vorteilhafte Friede von Passarowitz vom Iahre 1718 machte dem ersten Türkenkriege Kaiser Karls VI. ein Ende. Für den Fürsten Wenzel folgten nun mehrere Jahre unge- störter Mutze, die er vorzugsweise zur Ausbildung seines Regimentes und Vertiefung seiner militärischen Studien benutzte und in der er sich Künstlerischen Interessen hingab,- sr vMtllUe diese Feit teils in Wien
        

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