^8 Neue Parteibildungen und vereinsgründungen, die zum Teil von der „Volkspartei" patronisiert wurden, entstanden und eine Summe von neuen Projekten tauchte auf. So bildete sich als ganz neuer verein der liecht. Arbeiterverein, dessen Entstehen an sich zu deg.run.en war und der unter ruhiger Führung und bei besonnener Tätigkeit manches-Gute leisten Konnte. Wie es scheint, entstanden aber schon von Anfang an Zwiespältigkeiten und ein wenn auch Kleiner Teil dex Vereinsmitglieder neigte mehr nach links zu sozial- demokratischen Grundsätzen. — Neben dein landwirtschaftlichen verein der schon länger als eine Generation rührig und erfolgreich gear- beitet hatte, entstand ein ,,'Vauernverein", der erst das Nichtige ge- funden haben wollte und auch, neue politische Motive verkündete. — Diese Neuerungen trugen allerdings zur Gesundung der verwirrten Lage nichts bei. Mit Worten wurde jetzt Politik gernacht. Den vermeintlichen Instinkten des Volkes Kam man mit angepaßten Schlagworten in der Presse und bei gelegentlichen Neben entgegen. Zur Hebung des dar- niederliegenden Verkehrswesens wurden große Pläne entworfen. Unser angeblich rückständiges Schulwesen sollte durch Gründung einer landwirtschaftlichen Schule gehoben werden. Alles blendende Worte, leider aber Keine Taten und was eine natürliche Folge war, stei- gende Unzufriedenheit. Das heil aber liegt nicht in der im Lande schon allzu lange wirkenden Zerrissenheit, welche diese, geschilderten Zustände hervorrief, sondern in der Wiederherstellung des inneren Friedens, welcher unser früher ruhiges und glückliches Volk beseelte, und in der energischen Arbeit einer starken von Parteihader und von volks- launen unabhängigen Negierung. — Mögen die ZwistigKeiten und der Unfriede, die durch die parteiwirren in unserem Ländchen ent- standen, nun endlich zu Grabe getragen werden und friedliche Zu- stände wiederkehren. 5 Im Anschlüsse an diesen Bericht über die Verhandlungen des liechtensteinischen Landtages von 1912 bis Mitte 1919 und die dabei i>n Betracht Kommenden Vorkommnisse möge noch, >wie ich
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.