4̂ Kommission eine Volksabstimmung vorschlug. Dieser Vorschlag wurde auch vom Landtag gutgeheißen und vom Fürsten genehmigt. Die Volksabstimmung, die erste dieser K>-t, fand im März 1919 gemeindeweise statt und umfaßte die zwei Fragen: .,1. Zoll die Zahl der vom Volke zu wählenden Abgeordneten von 12 auf 17 erhöht werden? 2. Soll das Alter für Großjährigkeit und aktive wahlfähigkeit vom (bisherigen) 24. Lebensjahre auf das 21. herab- gesetzt weroen?". Die Abstimmung ergab eine Mehrheit von nein, womit diese sehr weitgehenden Forderungen der „VolKspartci" defini- tiv abgelehnt waren. — Nach einem in neuester Zeit (April 1921) , im L. v. B. veröffentlichten Verfassungsentwurf wären Neuerungen geplant, die Keineswegs unseren Landesbedürfnissen entsprechen. Unser bisher seit Jahrhunderten bewährtes Verhältnis zur Kirche würde durch das dem Staate allein übertragene Hoheitskraft über, das Unterrichtswesen, verschoben und auf ungewünschte Basis geleitet. Ferner würde die geplante Einführung verschiedener Berufungsinstan- zen dem ohnehin finanziell sehr geschwächten Lande weitere schwere Lasten aufbürden, hoffentlich wird das Land von solchen verfassungs-. Neuerungen verschont. Wichtiger und Zweckdienlicher wäre jeden- falls, die Anstrengungen aller Kräfte zur Hebung des wirtschaftlichen Lebens zu verwenden. Wie jedes Iahr hatte der Landtag auch in der jetzigen Sitzungs- periode verschiedene Gesuche zu erledigen, von diesen seien folgende erwähnt: Dem Gesuch der Waldaufseher um Erhöhung ihrer fixen Bezüge um weitere 20"/c> wurde entsprochen, ebenso wurde den landsch. Wegmachern der Taglohn bis auf 10 Kronen erhöht. — verschiedenen Alpgenossenschaften wurden auf deren Ansuchen für Alpverbesserungen Landesbeiträge bewilligt, so der Alpgenossenschaft Vaduz 770 Kronen, der von Planken 60 Kronen, der Alpgenossenschast Gritsch 240 Kr. Letzterer Genossenschaft gewährte der Landtag außerdem zur «Er- stellung einer neuen Alpstraße von valüna bis Gritsch ein zu ,?c>/>, verzinsliches und in Annuitäten zu tilgendes Darlehen von ?0.000 K Endlich möge noch zur Ergänzung des bis Mitte 1919 geführten Berichtes über die Tätigkeit des liecht. Landtages mitgeteilt werden, daß der Landtag im April 1919 an Stelle des zurückgetretenen bis- herigen Vorsitzenden Dr. Albert Schädler den Abg. Fritz Walse r zum Land tagspräsidenten wählte. Der bisherige Präsident hatte am ?0. März 1919 sein Abgeordnetenmandat, den Vorsitz
        

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