53 Ebenso nahm der Landtag., einen von Abgeordneten gestellten Antrag btr. Uebergang des landsch. Jagdregals an die Gemeinden an. Damit wurde die Regierung ersucht, dieser Frage näher zu treten und dieselbe mit Rücksicht auf die notwendig werdende Begrenzung und Abrundung der einzelnen Jagdreviere zu prüfen. Einem Gesuch e der Wald aufseh er um Erhöhung ihrer Bezüge wurde entsprochen. Ebenso wurde auch ein Gesuch der landsch. Wegmacher um Taglohnerhöhung berücksichtigt. Der Gemeinde Triefen gewährte der Landtag für die neuerstellte Gemeindesennerei einen Betrag von 200 Kronen. Den vereinigten lischt. Ziegenzuchtgenossenschaften wurde eine Unterstützung von 1000 Kronen bewilligt. Zur Errichtung einer Heilstätte für österr. Staatsbahn- bcdien stete bewilligte der Landtag mit Rücksicht auf die im Lande befindlichen Bahnangestellten einen Betrag von 50V Kronen. In der Schlußsitzung wurde noch ein Kommissionsantrag, welcher die Einführung einer K rieg s g e wi n 
n ste u er vorschlug, ein- stimmig vom Landtage angenommen und die Regierung beauftragt im Einvernehmen mit >der Notstandskommission die näheren Bestimmungen zu treffen und durchzuführen. Das geschah dann auch im Laufe des Jahres 1918. Wie berechtigt das vorgehen war, geht schon aus der Tatsache hervor, daß die Darlehensabzahlungen und Neu- einlagen im Jahre 1917 nur bei unserer Sparkasse über vier Millionen Kronen betrugen, eine bis jetzt nie annähernd dagewesene Vermehrung des Volksvermögens innert Jahresfrist. Die abnorm hohen Mehrerlöse aus landwirtschaftlichen Produkten aller Art und die allerdings schwer saßbaren und auch nicht einwandfrei erwor- benen Beträge durch Schleichhandel und Schmuggel spielten dabei erheblich mit. Die Kriegsgewinnsteuer ergab annähernd 200,000 Kr. Der stärkere Anteil an dieser Summe entfiel auf das größere Gewerbe auf den Handel mit Branntwein und auf Holzverkäufe, während die Erträge aus rein bäuerlichen Betrieben einen bedeutend Kleineren Betrag ausmachen. Die neue Einnahmequelle war sehr notwendig geworden, da einerseits die Zollerträgnisse, die Hauptstütze unseres Landeshaushaltes wesentlich zurückgegangen waren und andererseits dem Lande für Teuerungszulagen und verschiedene Notstandsmaß- nahmen vermehrte Auslagen bevorstanden. 3
        

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