5l aufgekommenen Manier, Alles und Jedes zu bemängeln und nichts Gutes Mehr an dem bisher Geschaffenen zu lassen, angezeigt. Einem Gesuch des liecht. Krankenpfleger» ereines, wel- cher im Jahre I9lZ gegründet worden war, wurde der weitere Bezug des jährlichen Landesbeitrages von 4t>l) Kronen zugesagt. Die bis- herige Tätigkeit dieses sozialen Vereines hatte dessen Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit erwiesen. So hatte z. L. im Iahre l9l3 die Anzahl der Tag- und Nachtpslegen über Tausend betragen eine für das Kleine Gebiet (liecht. Gemeinden mit Ausnahme von Gam- prin und Planken) achtungswerte Leistung. Ebenso bewährte sich die Organisation des Vereines, welche die Vereinskasse in die Lage versetzte, den notleidenden Abteilungen nachzuhelfen. Der durch die Kriegssolgen und das valutaelend verursachte Rückgang der Vereins- tätigkeit wird wohl bald dazu führen, den verein auf eine neue Basis zu stellen und damit zu neuer Blüte zu bringen. Schon im Vorjahre hatte der Regierungschef o. Imhof sich auf den Standpunkt gestellt, daß die N ot st a n d s Ko m m i s s ion nicht beschlußfähig sei und hatte Kommissionelle Mehrheitsbeschlüsse ignoriert. Er erklärte zudem, die Beschlußfähigkeit der Kommission Könne nur durch Schaffung eines besonderen Gesetzes festgelegt werden. Diese Frage beschäftigte den Landtag auch dieses Iahr und erzeugte viel Mißmut. Die fast einhellige Ansicht der Land- tagsabgeordneten hielt mit Recht an der Beschlußfähigkeit der Not- standskommission fest, denn bei unseren anderen landschaftlichen Kom- missionen, bei welchen auch der Regierungschef den Vorsitz führte wie beim Landesschulrät und bei der SparKassa-Kommission, hatten von jeher Mehrheitsbeschlüsse Geltung. Das war auch der Fall bei Regierungssitzungen, zu welchen allerdings bedauerlicher Weise die als Beigeordnete bestimmten Landesräte sehr selten einberufen wurden. Zur Lösung des vorhandenen Konfliktes stimmte endlich der Regie- rungschef einem Landtagsbeschlusse bei, durch welchen die in Frage gestellte Befugnis der Notstandskommission wieder hergestellt wurde. Es war dies unumgänglich notwendig, um den Weiterbestand der ohnehin vielfach angefeindeten Kommission zu sichern, da ohne die verlangte Befugnis wohl jeder Abgeordnete die Wahl abgelehnt hätte.' Das Iahr l9I7 war ein günstiges Erntejahr. Zur besseren Verwertung der Produkte wurden durch Vermittlung der Notstands- kommission Ausfuhrzentralen errichtet,' über deren Tätigkeit
        

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