Bor der Zcit Rechtmäßig erworbenen Besitzungen an Grundstiicken oder sonsten Abbruch thun, sondern unsere Unterthanen indistinctiin in künftigen Vorfällen Vor jedem sremden das Ins rclractus eingeräumt wissen wollen: Also werden dieselben nicht mißkennen, Daß derley ans Lands Herrlicher Mckcht Vollkommenheit veranlasste Verfügungen weder denen Rechten, weder der nachbarlichen Freundschaft entgegenstehen, Ansonstcn sich aber anch Von prsäiis, welche in Unserer Gemarkung begriffen, in deren Bezug Onsribus rsalibug Verpflichbet, und die Gewöhnliche Sleuren Zu entrichten Verbunden seyn Und Verbleiben in übrigen Dencnselbcn Zur Erweisung Alles angenehmen so bereit als willig, , - Wien den 18te January 1774 Von Gottes Gnaden Frantz Joseph, des Heyligen Römischen Reichs Fürst und Regicrcr des Hauses Bon und Zu Liechtenstein Von Nikolöbnrg, Graf zu Ri'tbcrg, Ritter des Goldenen Vliesscs, Jhro Römisch, Kayserl, Zn Hnngarn nnd Böheim König!. Apostol. Mayestact würklich geheimmer Rath und Cammercr Denen Herren srennd- nnd geneigt-Williger Frantz Fürst Von und Zu Liechtenstein. Die Bündner waren mit dieser Lösung einverstanden und hofften nun von den Unannehmlichkeiten, welche das Zugrecht im Gefolge hatte, für Hmmer befreit zu sein, obwohl der Erlaß des Fürsten Franz Josef nur jene Güter von der Zugbefugjsame befreit, welche vor 1755 erworben woriden waren. Die Balzner aber gaben sich mit der fürstlichen Verfügung nicht zufrieden, sie betrachteten diese als einen Schlag für ihre Gemeinde, welche nun eines ihrer vorzüglichsten Rechte verlieren sollte unv wandten sich mit einer Bittschrift an den Fürsten, welche vom Gberamte lebhast befürwortet wurde. Die Balzner nannten das Zugrecht ein „ewiges Recht", der Erlaß des Fürsten Wenzel habe einzig die Krt und Weise bestimmt, in welcher die Güter zurückerworben werden Können, ihnen sei durch das Zugeständnis des Zugrechtes nicht etwa -eine Gnade erwiesen worden. Dieses Recht hätten nicht nur sie, sondern alle Gemeinden des Fürsten- tums seit jeher gehabt und ausgeübt, welche in der schweizerischen oder österreichischen Nachbarschaft Grund zu Eigen nannten. Wie bestimmt die Balzner auf ihren Rechten bestanden, geht aus einem Brief des Landesobersten Kndreas Enderlin von Montzwickh aus Maienfeld hervor, dessen Riedstück Johann Baptist Brunhart aus Grund des Zugrechtes an sich nahm. Enderlin berief sich auf den Erlaß des Fürsten Franz Josef — sein Grundstück war nämlich schon vor 1755 in seinem Besitz — und verlangte die Rückgabe und 8
        

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