sassung. Die Feier fand am 14. Iuli 1912 statt. Den Glanzpunkt bildete das sehr gelungene von Kanonikus I. B. Lüchel verfaßte histo- rische Fcstspiel, Um die Mittagszeit formierte sich der prächtige Fest- zug beim Regierungsgebäude. Die Darsteller des Festspieles in alten schmucken Trachten, der Veteranenverein und die zahlreichen MusiK- und Gesangvereine des Landes mit ihren Bannern, sowie eine große Volksmenge aus dem Lande und' dem benachbarten Auslande zogen durch das Dorf und dann über die Schloßstraße auf den in der Nähe des wiederhergestellten Schlosses gelegenen wunderschönen Festplatz. Klingendes Musikspiel und ein von den Gesangschören vorgetragenes Weihelied eröffneten die Festfeier. Dann folgte das prächtig ausgestat- tete Festspiel.. Dasselbe schilderte uns mit geschichtlicher Treue die letzte Zeit der Herrschaft der Grafen von hohenems und machte uns mit den damaligen politischen Vorkommnissen unsd Volksbräuchen, unter anderem auch mit einer nach damaligem Brauche gehaltenen Gerichts- sitzung bekannt. Die Darsteller zeigten sich ihren Aufgaben gut ge- wachsen und fanden allgemeinen und wohlverdienten Beifall. Man schätzte die Zahl der Festteilnehmer auf über 7000. Der Schlußakt der Feier Klang nach der vom Landtagspräsidenten gehaltenen Fest- rede in eine imposante Huldigung des Volkes an den regierenden Fürsten aus. Das sehr gelungene Fest hinterließ einen tiefgehenden patriotischen Eindruck. Die vom Landtage verschiedenen Gemeinden und Körperschaften im Jahre 1912 gewährten Unterstützungen seien noch in Kürze er- wähnt: Den Gemeinden Eschen, Mauren und Gamprin bewilligte der Landtag zu den Kosten der Escheregulierung einen Landes- beitrag von 40 Prozent bis zum höchstbetrage von ZOOO Kronen. Dem Gesuche des landwirtschaftlich en ver eins wurde für Zwecke des lVerdebuches durch die Unterstützung von je 600 Kronen für die Iahre 1912 und 191Z entsprochen. Die Alpgenossenschaft Guschg in Schaan erhielt zu den für Alpverbesserungen erwachsenen Kosten von 2220 Kronen einen Landesbeitrag von 20 Prozent. In gleicher Weise wurde der Alpgenossenschast Gapsahl in Lalzers-Mels ein Landesbeitrag von 20 Prozent der für Alpver- besserungen ausgewiesenen Kosten von 1270 Kronen zuerkannt.
        

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