- h - von weiszer Farbe und eine Schmucknadel aus Bronze, in der Ruine Altschellenberg ein Bruchstück von einem vorgeschicht- lichen Tongefäsz, in der Ruine Eschinerberg eine sehr seltene Spirale aus Bronze. Die Bronzezeit reicht von 1000 bis 600 vor Christus. Von 600—400 v. Chr. datiert man die ältere Eisenzeit. Da kannten die Leute das Ei^en und verfertigten daraus Waffen aller Art, Fibeln, Ringe u. dgl., wie man sie da und dort finden kann. Die jüngere Eisenzeit ging von 400 v. Chr. an. Das ist die Kultur der Kelten, der Rätier. Diese bauten Türme auf den höchsten Höhen. So entstand auf den« höchsten Grat des Eschnerberges eine keltische Burg, später Eschinerberg ge- nannt, bei Bendern ein Turm, Benedurnm d. h. „Turn, auf der Höhe" genannt. Keltisch ist auch der Name Esche, das bedeutet Wasser. Das Dorf Eschen hat davon den Namen. Der Eschnerberg stand damals im Wasser, rings vom See umspült. Aus dieser Zeit fand man die langen, eisernen, kel- tischen Schwerter aus den verlustreichen Schlachten gegen die Römer. Die römischen Eeschichtsschreiber berichteten von den mit Eisenwafsen versehenen Kriegsscharen der Barbaren (der Kelten). Auch Blutglas-Email ist aus jener Zeit gefunden worden. Der Name Rätia erscheint zuerst beim griechischen Schriftsteller Polybius um 200 v. Chr. und kommt vom kel- tischen Worte mit her, das Gebirge bedeutet. Rätia bedeutet also Bergland. 2. Die Römerzeit. Im Jahre 15 v. Chr. fand der Einfall der Römer statt. Um eine Verbindung zwischen Italien und Germanien herzu- stellen und die räuberischen, wilden Rätier zu bezwingen, schickte der Kaiser Augustus seine beiden Stiefsöhne mit zwei Heeren aus. Drusus kam über die Tiroler Alpen, Tiberius über die Schweizer Alpen vom Bodensee her. Ohne grofze Schwie- rigkeit wurden die Rätier besiegt und von den römischen Heeres- abteilungen, die in alle rätischen Täler eindrangen, zur Unter- werfung und Wafsenstreckung gezwungen. Drusus selbst scheint
        

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