— 8 — Damals kannte man noch keine Metalle. Man machte die Waffen und Werkzeuge aus Stein (Quarz und Sand- stein), kleinere Werkzeuge aus Feuerstein. Auch aus Holz und Bein wurden solche gemacht. Aus den Ueberresten, die man gefunden hat, 
ergibt sich, daß damals Mammute, Bären, Urochsen, Renntiere, Riesen- hirsche, Nashorne und Pferde, später auch Hirsche, Rehe, Schafe, Ziegen, Hunde und Rinder vorhanden waren. Aus Ton wurden Töpfergeschirre gemacht; in hohlen Stei- nen wurde das Korn zu Mehl zermalmt. Man verstand zu spinnen und einfache Gewebe zu machen. Man wohnte in Höhlen, unter überhängenden Felsen, in Pfahlbauten über dem Wasser, die mit einer beweglichen Brücke versehen waren. Auf Hügeln baute man kleine Burgen, die man Haus- berge nannte. Eine solche soll bei Mauren auf dem Gupfen- büel gewesen sein. Um das Jahr 100 v. Chr. hatte man schon Waffen und Werkzeuge aus Bronze. Aus dieser Zeit fand man in einem Grabe in Gamvrin unter einem Felsvorsprung höchst wertvolle Sachen von einem vornehmen Toten: ein Schwert, Dolchmesser, Schinucksachen, Fibeln, Armringe und anderes. Würde man dort Nachgrabungen machen, könnte man noch manches finden. An einer anderen Stelle fand man wieder das Grab eines Häuptlings unter einem überhängenden Felsen und darin ebenfalls Schmucksachen aus Bronze, nämlich zwei Fibeln, einen Armring, eine Spiralscheibe und zwei Zierstücke zum Auf- nähen. Solche hat man sonst noch nirgends gefunden. Uebri- gens wäre an derselben Stelle noch mehr zu finden, denn eigens nachgegraben hat man nicht. Die Arbeiter erkannten den Wert solcher Funde nicht und unterließen weitere Nach- forschungen. Leider wanderten alle diese wertvollen Sachen in das Ausland. Aber auch an anderen Stellen des Un- terlandes fand man interessante Sachen aus jener alten Zeit, so bei Ruggell eine Lanzenspitze, eine Schinucknadel, bei Mauren eine ebensolche Nadel, im Dorfe ein Bronzeschwert, in Nen- deln ein Bronzebeil, im Schellenberger Ried einen Glasring
        

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