— 58 — rückkehrend, die commisssrio.moclo in einer Viertel- Stunde den Neubau der Kirche besuchten und quasi collau- dierten. Huis cspere potest, capist. Ueber 
den Friedhos kann nachträglich zur Erinnerung die- nen, daß derselbe viele Arbeit mit ringsum den Mauern gege- ben hat, die die Gemeinde auf ihre Kosten tragen mußte, süd- lich mußten einige Klafter noch dazu gekauft werden. Da mußte man sondieren, tausende Fuhren Schutt sogar in die Au hinabgeführt werden, weil man keinen Platz im Dorfe fand. Neuerdings fing man an zu murren und zu klagen, weil die Kirche zu tief liege, soviel möglich soll Symetria hergestellt werden. Um oben den Boden abzudachen, mußte er nach Art einer Verschanzung verböschet werden. Die guten Gemeinde- bürger waren müde mit ihrer Arbeit. Wodurch hat die Ortsgemeinde die Glocken und Orgel bezahlt? Die Gemeinde hatte damals noch mehrere hundert Activposten bey den hiesigen Bürgern stehen, die sie gegen baarem Gelde austauschten; so an verkauftem Holz aus Elavina und verkauftem Gemeindeboden tilgten sie die Glocken- und Orgelschulden. Soweit der interessante Bericht von 
Pfarrer Hoser über die Baugeschichte der neuen Kirche. Beigeschlossen ist der aus- führliche. Kostenvoranschlag, die Kosten für die Glocken und die innere Einrichtung sowie eine Abschrift des Vergleiches zwischen der Gemeinde und dem Baumeister Seger. Alt-Sonnenwirt Johann Nägele stiftete die beiden Seiten- altäre, Jungfrau Maria Anna Erni ein „gut von Goldfäden gefertigtes" Meßkleid. 1846 am 8 ten September ist zu Triesen die neuerbaute Pfarrkirche samt Gottesacker vom Hochwürdigsten Bischof Cas- par de Carl consecriert worden. Seine Bischöfliche Gnaden mit Domdekan Florentini und Registrator Zarn samt Lcm- desvicar Carigiet von Schaan und Landvogt sind abends 9 Uhr angekommen von Vaduz, mit Fackeln und Lichtern feier- lich einbegleitet. Hier übernachtet und zu Mittag speiste die Hochw. Geistlichkeit und das Amtspersonal. Gut, wenn's vor- über ist." ,
        

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