— 45 — Oefters finden sich in den Totenbüchern Aufzeichnungen, daß der Rhein unbekannte Leichen ans Land schwemmte, die auf dem Friedhof in Triefen beerdigt wurden. Desgleichen sind oft die „Zainenmacher" aus Tirol erwähnt. Ebenso verzeichnen die Totenbücher — besonders unter Pfarrer von Kriß — häufig Konversionen benachbarter Protestanten zum alten Glauben. 1703 verunglückten auf dem Heuberg Franz und Georg Erni — Vater und Sohn. Unter 
Pfarrer Fritsche hielt sich durch längere Jahre ein Baron Bernhard von Moltke unter den Namen Klemot 
mit seiner Frau, geb. Cäcilie von Steinbach, in Triefen auf und wurden ihnen hier mehrere Kinder geboren, als deren Tauspaten eingetragen sind: Ruppert von Schult- heiß, Pfarrer in Balzers, und Maria Anna von Pierryn aus Wien. Im Jahre 
1762 starben 33 Kinder. 1765 wurde die große 
Glocke umgegossen, die seit 298 Jahren ihre Dienste versehen hatte, aber vom Glockenhammer zerschlagen war. Ebenso erhielt die Kirche einen 
neuen Hoch- altar. 1767 am 25. Juli wurde der Grundstein zur neuen Pfarr- kirche am Triesnerberg gelegt. 1769 am 15. Juli wurden durch den Fürstbischof Johann Anton Freiherr 
von Federspiel die 
Pfarrkirche in Triesen- berg, die Altäre, der Friedhof und die Glocken konsekriert. Bereits im Jänner desselben Jahres war 
die erste Leiche auf dem neuen 
Friedhofe beigesetzt worden, eine Anna Eberle, ge- borene Schneider, vom 'Wangerberg, 
nachdem dieser tagszuvor durch den Dekan Nikolaus von Peller, Pfarrer in Schaan, provisorisch eingeweiht worden war. Die 
Richter Josef Nithard und Johann Georg Erni stifteten 1776 einen neuen Kelch für 60 Gulden, Kuppe und Patene waren aus Silber; im Jahre zuvor, als der Pfarrer bei der Wahl eines Dekans in Feldkirch abwesend war, hatte man in dem Pfarrhof eingebrochen und zwei Kelche aus dem Kirchenschranke gestohlen. 19. Jänner 1779 starb Johannes Danner vom Tries- nerberg, welcher durch dreißig Jahre Ortsrichter war. Er
        

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