— 18 — mit dem Grasen Albrecht von Bludenz über strittige Ge- rechtsame am Eschnerberg. Es wurde bestimmt: 1. Beide Herrschaften haben das Necht, am Eschnerberg einen Amtmann über ihre Leute zu setzen. In Zivilsachen ist der Amtmann des Beklagten zuständig! von Verbrechern sind die Strafgelder an den Herrn des Bestraften zu ent- richten. Ueber Verbrechen, die nicht von Leuten des Grafen von Bludenz geschehen, urteilen die Grafen von Vaduz, doch mutz das Gericht zu Vaduz gehalten werden. - 2. Jede Herrschaft ist berechtigt, auf ihrem Gebiete und für ihre Leute eine Taferne (Pfandhaus und Gasthaus) zu halten. 3. Das Fischen in der Esche (Erenzbach) ist beiden Herren gestattet, doch darf der Graf v. Bludenz keinem anderen dazu die Erlaubnis geben. 4. Die Grafen v. Vaduz dürfen nördlich der Esche (die ungefähr die Grenze zwischen der Grafschaft und der Herr- schaft Schellenberg bildete) keinen Zoll 
erheben. Also der Zoll gehörte den Grasen von Bludenz als Herren von Schellenberg. 5. Die Rhein fähre bei Ruggell gehört den Grafen von Bludenz allein, die zu Haag den Grafen v. Vaduz ge- meinsam mit den Freiherren v. SaX. 6. Der Graf v. Bludenz hat das Geleitrecht von Bludenz nach Rheinegg und zurück und von Bludenz nach Werden- berg und zurück. An dieser Vereinbarung ist besonders auffallend, datz die Vaduzer Grafen die Gerichtstage über Verbrechen nicht auf ihrem Gebiete nm Eschnerberg halten durften, sondern in Vaduz. Demnach hatten auch die Grafen von Feldkirch das Hochgericht über ihre Leute in Feldkirch halten müssen. Trotz dieser Abmachung, die auf alter Gewohnheit be- ruhte, gab es bald wieder Anstünde bezüglich verschiedener Gerechtsame. Es kam daher nach dem Tode des Grafen Heinrich v. Vaduz zwischen dessen Bruder Bischof Hartmann, nachdem dieser sich die Hoheitsrechte in seinen Herrschaften
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.