— 16 — bürg im Bodensee, Tölzer aber, ein Sohn des Marquart, kam durch Heirat sogar in den Besitz der ebenfalls Sankt galli- schen Herrschaft Kislegg im Allgäu, So schieden die von der Neu-Schellenberg aus diesem Lande. Die Burg Neu- Schellenberg wurde an Rudolf v. Ramung aus Schwaben verkauft. Aber ein Heinrich v. Schellenberg, der die alte Burg besaß, kaufte um 1306 auch die neue Burg wieder zu- rück und versicherte im Mai 1317 seine Gemahlin Anna o. Nealt auf dieselbe und auf andere Güter am Eschnerberg. Derselbe Ritter Heinrich verkaufte am 2V. Dezember 1313 das Patronatsrecht der Kirche von Mauren, das er von seinem Vater geerbt hatte, um 40 Mark Silber an Rudolf, den alten Ammann zu Feldkirch; i. I. 1382 kam es an das Ritterhaus St. Johann in Feldkirch. Im Jahre 1317 war die Herrschaft Schellenberg mit den zwei Burgen und allem, was dazu gehörte, an die Gra- fen v. Wendenberg-Bludenz verkauft worden. Der Verkäufer soll nach dem alten Vaduzer Urbar Marquart geheißen haben. Marquart 
hielt sich noch i. I. 1313 in hiesiger Gegend auf, wie eine Urkunde von 1318 beweist, in der er als Zeuge erscheint mit mehreren anderen Edlen aus dieser Gegend. Seit dieser Zeit verschwindet auch die ältere Linie der Herren v. Schel- lenberg aus den Urkunden dieser Gegend. Dagegen treffen wir sie wieder in der Gegend von Lautrnch, im bayrischen Amtsgericht Memmingen an als Besitzer der Herrschaft Um- mendorf, sowie von Lauträch und Hohentann. Auf der Neu-Schellenberg saßen dann die Maier v. Alt- stätten als Verwalter. 6. Unter den Grafen von Vaduz. Die Leute und Güter, welche die Grafen v. Montfort- Feldkirch am Eschnerberg hatten, kamen i. I. 1390 an den Grafen v. Sargans-Nciduz. Rudolf IV., der letzte der Gra- fen v. Montfort-Feldkirch, hatte seine Grafschaft an die Her- zoge v. Oesterreich verkauft, aber einiges teils als Leibgeding, d. h. zum lebenslänglichen Nutzgenuß, teils als Eigentum seinem Neffen, dem Grasen Heinrich zu Vaduz, vorbehalten.
        

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