— 13 - in denselben zerstreut. In derselben Ortschaft gehörten die Einen zu dieser, die Andern zu jener Grafschaft. Die Nachkommen Rudolfs teilten ihren Besitz am Eschner- berg wieder in zwei Teile. Das Benderer Kirchspiel blieb bei Werdenberg und die werdenbergischen Leute und Güter zu Eschen und Mauren kamen an die Grafen von Sargans und von diesen an die Grasen von Vaduz. 5. Ueber die Kerren von Schellenberg. Im werdenbergischen Gebiete standen die beiden Burgen Schellenberg, aus denen die Ritter v. Schellenberg saßen. Auf dem Sarganser Gebiete, auf dem höchsten Grat des Höhenzuges, ragte aus dem Tannenwalde die Burg Eschner- berg, wo die Ritter von Eschen hausten, und die Edlen von Gamprin bewirtschafteten Güter, die den Freiherren von Sar gehörten. Da im Jahre 1267 Ritter Marguart v. Schellenberg mit dem Kloster St. Luzi wegen des Zehnten in Streit ge- riet, muß damals der werdenbergische Teil am Eschnerberg an die v. Schellenberg übergegangen sein. Er kam i. I. 1317 wieder an die v. Werdenberg zurück. Der sargansische Teil kam i. I. 1340 an die Vaduzer Linie. Während wir über das Herkommen der Edlen von Eschen, die um die Mitte des 13. Jahrhunderts ausstarben, keine Nachrichten haben, ist es mindestens sehr wahrscheinlich, daß die Herren von Schellenberg vor 1200 um die Zeit, als die Grafen von Montfort nach Feldkirch kamen, aus dem bayri- schen Jsartale Hieher gekommen sind. Um das Jahr 1200, da im Jsartale der Name Schellenberg verschwand, tauchte er in dieser Gegend auf und treten zwei Burgen mit diesem Namen in unsere Landesgeschichte ein, zuerst Alt-Schellenberg, dann bald nach 1200 auch Neu-Schellenberg. Die Feste Schellenberg im Jsartale kommt seit dem 11. Jahrhundert auch vor unter dem Namen Neuburg. Die bayrischen Schellenberg erbten auch die Herrschaft Tölz in Oberbayern. Wir treffen nun zu gleicher Zeit, da die von Schellenberg aus Oberbayern in unserem Lande austraten,
        

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