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Husaren; 1796 wurde auf den Balzner Wiesen das erste Lager geschlagen, indem die Franzosen Miene machten, durch Bünden einzudringen. Im Juni wurde noch ein anderes Lager in der Baduzer Au geschlagen, bis sie endlich gegen Bregenz aufbrechen mußten, wo die Franzosen eingedrungen, aber nicht weiter als bis Götzis kamen. Im nämlichen Jahre hatten wir dann starke Winterquartiere. Im 
Oktober 1798 rückten die Kaiserlichen in Bünden ein. 
Am 7. März 1799 setzten die Fran- zosen unter Massen« bei Trübbach über den Rhein, nahmen die Steig ein, verjagten die Kaiserlichen aus Bünden und hielten auch unser 
Land 18 Tage lang besetzt, wo sie bei Feldkirch geschlagen wurden und 
wenigstens 4000 Mann auf dem Platze liegen ließen. Den 1. Mai wollten die Kaiserlichen die Steig und Bünden ein- nehmen; aber es glückte ihnen nicht bis 
am 14. Mai Bünden gefallen und sogleich die kaiserliche Armee über den Rhein gesetzt und in kurzer Zeit bis Zürich vorgedrungen. Im September wurde die kaiserliche Armee samt den Russen bei Zürich geschlagen und kamen also in unser Land zurück. 
Anno 1600, den 14. Juli, kamen die Franzosen neuerdings bei Balzers früh um 3 Uhr über den Rhein und drangen in Feldkirch nnd so in ganz -Vorarlberg ein. Durch diese ganze Zeit war der Pfarrer immer mit Ein- quartierungen beschwert. Sowohl Franzosen, als Russen, Kaiser- liche und vorarlbergische Scharfschützen waren immer wechselweise im Pfarrhof. Die kaiserlichen Offiziere gingen in 
die Kost zum Pfarrer; aber die wenigsten zahlten das Kostgeld. Den Franzosen mußte man auch als Feinden alles umsonst geben. Zudem kommt noch, daß 
anno 1799 die Franzosen Triesen ganz ausge- raubt. Vormittags nahmen sie im Pfarrhof 3 Fuder Wein und nachmittags räumten sie das Uebrige auf. Ich hatte nichts mehr als was ich am Leibe trug. Salz, Schmalz, Weißwasch, Brot, Fleisch, Kupfergeschirr, Weinfässer u. s. w., kurz alles nahmen sie mit sich fort. Ich wünsche meinen Nachfolgern bessere Zeiten!" Daß diese Vorgänge und die, jahrelangen massenhaften Ein- quartierungen von Soldaten in den Privathäusern auch von großem sittlichen Nachteile für die Bevölkerung waren, versteht sich von selbst. Nach Beendigung des Krieges wurden nun die fremden Bettler, die scharenweise in den Dörfern umhergezogen waren,
        

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