— 82 — seinem Weggang meldeten sich drei Bewerber um diese Pfründe: .Laver Weinzirl, Josef Tschamonn, Kaplan von Satteins, und Andreas Pümpel von Feldkirch. Der Bischof wählte den Letzt- genannten, dessen Vater landschäftlicher Chirurg zu Vaduz war. Am 19. März 1779 starb Johann Danner, welcher 30 Jahre hindurch Richter am Triesenberg und großer Wohlthäter der neuen Pfarrei gewesen war. In Triesen bei der Linde starb am 10. Mai 1780 Anton Rig, der letzte seines Stammes, ebenfalls ein be- deutender Wohlthäter der Kirche, der z. B. die Monstranz stiftete. Im Jahre 1775 wurde, während der Pfarrer der Dekanswahl wegen in Feldkirch abwesend war, des Nachts in den Pfarrhof eingebrochen und aus dem Kirchenschranke wurden zwei Kelche ge- stohlen. Im folgenden Jahre kauften deshalb die beiden Orts- richter'Josef Nithard und Joh. Georg Erni aus Gemeindemitreln einen neuen Kelch für 60 fl. mit Kuppe und Patene von Silber. Als am 18. Aug. 1781 Fürst Franz Josef gestorben war, wurde auf Wunsch der Fürstin Witwe und auf Anordnung des Landvogtes Gilm von Rosenegg für ihn in allen Pfarrkirchen und Hofkapellen der Reihe nach in Gegenwart der fürftl.'Beamten und der gesamten Geistlichkeil, der sich zwei Patres von Pfäffers und zwei von Mels anschlössen, feierlicher Seelengottesdienst ge- halten. Ein Katafalk mit vielen Lichtern ward errichtet und 8 Tage hindurch wurde mittags 12 Uhr eine Biertelstunde lang geläutet. 1780 fanden auf Befehl des Bischofs Dionysius zum ersten- mal geistliche Exercitien für den liechtensteinischen Klerus zu Vaduz unter Leitung des ?. Fidel Schneider statt. Darauf folgte eine dllgemeine Volksmission, die in der Bittwoche ebenfalls in Vaduz )̂ und zwar auf dem Platze vor der Florinskapelle stattfand. Ver- anstalter dieser Mission war der damalige Landvogt Michael Gilm von Rosenegg. In Prozession kam man aus allen Gemeinden des Oberlandes am genannten Orte zusammen. Besonders die Triesner beteiligten sich sehr fleißig daran, wie der Pfarrer in seinen Auf- zeichnungen lobend erwähnt. Um 8 Uhr morgens war Predigt, dann Amt im Freien, dann wieder Predigt oder Unterricht bis 11 Uhr. Nachmittags 1 Uhr war in der geschlossenen Kapelle Standesunterricht, um 2 Uhr Predigt, Gebet und Unterricht bis >) Für das Unterland fand sie gleichzeitig in Bendern statt.
        

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