— 268 — Triesen kam. Ulisses Gugelberg von Moos zu Salneck in Maien- feld verkaufte der Gemeinde (deren Vertreter waren Sebast. Hoch, Jos. Kindle, beide des Gerichts, Säckelmeister Jos. A. Kindle, Werkmeister Jos. Sprenger, Kirchenpfleger Anton Lampert, Ge- schworene Jos. Nigg im Maierhof und Lorenz Kindle) den genannten Zehnten mit allen dazu gehörenden Rechten für 3500 fl. R.-W. Weil aber die Gemeinde Triesen vor hatte, dieses Lehen bei der bischöflichen Curie vom Lehensverhältnis loszukaufen und ihr diese Möglichkeit in Aussicht stand, so solle diese Alodialisierung auf Kosten der Gemeinde geschehen. Wenn aber dieser Loskauf über 600 fl. koste, so versprach der Herr von Gugelberg der Gemeinde 100 fl. an diesen Kaufschilling zu zahlen. Nachdem dann die Be- vollmächtigten der Gemeinde, Rentmeister Jos. Fritz und Sebast. Hoch bei dem Bischof und dem Domkapitel zu Chur die Freilassung des ganzen Lehens thatsächlich erwirkt hatten, gegen Erlegung von 700 fl. R.-W. das bisherige Lehen nun als freier Besitz der Ge- meinde überlassen worden war, wurde am 12. August 1791 die betreffende Urkunde iin Oberamt zu Vaduz ausgestellt. Wie man aus diesen vielen Käufen ersieht, war die Ge- meinde Triesen vor der Franzosenzeit finanziell nicht schlecht gestellt. Da damals gar viele Geldsorten im Gebrauche waren, brauchte es ein gutes Gedächtnis, sie alle ihrem Werte nach zu kennen. In einer Quittung von 1765 bescheiniget z. B. ein Land- ammann empfangen zu baben: „90 stuckh schilter Luidor Ä 11 fl. ----- 990 fl., 11 Max Tor ä 7 fl. 20 kr. ----- 80 fl. 40 kr., I I halbe Carolin ä 5 fl. 30 kr. ----- 16 fl. 30 kr., 59 stuckh bayrische Thaller ir 2 fl. 24 kr. 141 fl. 36 kr., 7 stuckh halbe Max Tor ä, 3 fl. 40 kr., 2 stuckh ^ 30 kr., 1 stuckh ä, 24 kr., 1 stuckh Ä 6 kr. und 1 stuckh ä 4 kr." Im Jahr 1796 verkaufte die Gemeinde Triesen an einige Bürger von Triesen das Holz von einem Stück Wald, der Weiße- schild genannt, um 3000 fl. In 6 Jahren mußte das Holz ge- hauen und in, 10 Jahren aus dem Gebiete geschafft sein. Im gleichen Jahre überließ die Gemeinde die sog. Heu- wiesen, in der Wartauer Au gelegen, auf 2 Jahre an fünf Männer aus Wartau, mit dem Beding, daß sie einen guten Zaun und Graben rings um den noch nutzbaren Teil der Heuwiesen machen und das Gestäud innert dem Zaun gänzlich entfernen.
        

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