erzwungen, daß jeder seine Rechnung beschwören mußte. Triesen- berg uud Triesen rekurrierten nn den Fürsten. In diesen Re- kursen wurde die Notlage dieser Gemeinden in grelle» Farben geschildert und geltend gemacht, daß die Taxen ohne ihr Mitthu» und viel zu hoch fixiert worden seien i), daß für die Landesschützen und audere österreichische Trappen für bloßes Obdach 4—6 kr. gerechnet worden seien, was mit den bloßen Stallgeldern für die Pferde weit über 40,000 fl. ausgemacht habe — da man es doch umsonst hätte geben können, daß ferner viele steuerfreie Leute im Lande zu diesen außerordentlichen Leistungen gar nicht heran- gezogen worden seien, daß den Triesnern der von deu Franzosen gestohlene Wein (3000 fl.) und den Triesenbergern das gestohlene Vieh (6090 fl.) nicht in die Rechnung genommen worden seien, so- wenig wie die vielen Handdienste )̂ und Fuhren, mit denen sie besonders belastet waren. Das große Unrecht, das ihnen geschehe, erkenne man am Besten übrigens aus der Thatsache, daß durch den Krieg einige Gemeinden und Private sich.bereichert haben und zu Vermögen gekommen seien. Einem großen Teile der Bürger bleibe, wenn die geforderte Zahlung geschehen müsse, nichts anders übrig als der Bettelstab. — Dieser Rekurs blieb zwar ohne Erfolg; die Gemeinden mußten sich fügen; der Fürst kam dem Lande aber finanziell zu Hülfe und die Arbeitsamkeit, Zähigkeit und Genügsamkeit deS Völkleins schützte es vor dem Bettelstab. )̂ ') Die Wirte berechneten 
die Maß Wein, die sie im Herbst 
für 10 kr. gekauft hatten, 
mit 43 kr.! — Es bestanden im übrigen folgende Taxen - pro Tag 
für 1 österreichischen 
Oberoffizier 30 kr., sür Veiköstigung eines 
Gemeinen 24 kr., Stallgeld 
für 1 Husarenpferd 12 kr., 
für 1 Fnhr- pferd 6 kr., 
Quartier sür 1 Landesschützen 4 kr., 
für 1 französischen 'Obcrosfizier 1 fl. 30 kr, 
für 1 Unteroffizier 1 fl., 1 Gemeinen 40 kr., für 1 Pferd 24 kr., Stallgeld ohne 
Futter 6 kr.; beim zweiten Einfall im Juli 1800 wurde gerechnet: 
für 1 Oberoffizier 1 fl, sür 1 Unteroffizier 48 kr., für 1 Gemeinen 36 kr. Für die Fuhrwerke wurde pro 
Stunde 1 fl. und pro 
Tag 3 fl. 30 kr. bestimmt. -) Man 
berechnete sür jeden 
HanShaltcr 160 Tage Hnnddicnstc. Iu 
einer Schrist votn 
Jahre 1813 heißt cS über Liechtenstein: Das Land ist unbegreiflich a rm und äußerst verschuldet, erstens, weil es einst unverhältnismäßig viel zum rheinischen Bnnde und jetzt zum deutschen FrciatStörver beitragen muß, zweitens hat das Land seit 7 Jahren elendi', magere ^nhre erlebt und die leytjnhrige Rhciiniberschwcminnng schreckliche»
        

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