von wo der Feind eiligst sich zurückzog. Unterdessen erstürmten jene Truppen, die über dos Kleck herabgekommen waren, die Schanzen. Drei Kompagnien und die Vorarlberger Scharfschützen drangen durch den Wald an der östlichen Flanke gegen den Turin vor; die Hauptmacht stürmte direkt auf das feindliche Lager der Straße nach los und eine dritte Abteilung griff auf der westlichen Seite auf einem sehr schmalen Wege vordringend die Vorderschanze und die dort aufgestellte Kavallerie an. Zwar wandte der Feind alle seine Kanonen auf diese Abteilungen, feuerte mit Kartätschen; aber der Angriff war so heftig, daß die Besatzung bald das Ge- wehr strecken mußte. Auf der Steig wurden 6 Kanonen, 2 Hau- bitze», 9 Munitionskarren und 1 Feuerwerkkasten erobert; der Kommandant, viele Offiziere und 700 Mann wurden gefangen genommen. Die Versprengten, 300 Mann an der Zahl, gerieten jener österreichischen Abteilung in die Hände, welche Hotze im Mälsnerholz und im Ellholz aufgestellt hatte, um von da nach Fläsch und Maienfeld zn kommen. Sobald das Thor der Steig offen war, sprengte Hotze mit der Kavallerie durch dasselbe vor. Die Oesterreicher hatten unterdessen de» Feind anch aus dem Prättigau herausgejagt; sie drängten ihn immer vorwärts bis Chur, wo er sich ergeben mußte. Eine Abteilung Dragoner mit den Schützen von Feldkirch und Bludenz verfolgten einen Hausen zersprengter Franzosen gegen Fläsch zu, so daß deren viele im Rhei» ertranken, und da sie 3 von dem Feinde zurückgelassene Kanonen in dem Flusse bemerkte», gingen mehrere Schützen und ein Korporal ungeachtet des heftigsten Feuers vom jenseitigen Ufer bis unter die Schultern ins Wasser und zogen die Kanonen mit Stricken heraus. Die Franzosen wichen gegen Wallenstadt zurück, nachdem sie 1000 Tote uud Verwundete und 3000 Gefangene, 13 Kanonen, 2 Haubitzen und 22 Munilionskarren verloren hatten. Am 17. Mai trafen flüchtige französische Dragoner in St. Gallen ein, manche mit blessierten Pferden, auch Reiter ohne Pferde und Pferde ohne Reiter. General Hotze hatte sein Haupt- quartier im Gugelbergische» Hn»se zu Maienfeld. Den Truppen, die die Tour über die Berge gemacht hatten, ward ein notwendiger Rasttag gegönnt; General Jellachich mußte sich zu Bette legen. Die Vorarlbergcr Lnndesverteidiger kehrten im Triumphe zu ihren
        

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