Guscha kommen sollte, ließ sich immer noch nicht sehen nnd kam erst um 3 Uhr nachmittags, als es zu spät war, dort an. Die Franzosen sammelten sich, zogen Kavallerie uud Kanonen aus der umliegenden Gegend herbei und eine Halbbrigade kam unterhalb Fläsch, im Rücken der Oesterreicher, über den Rhein. In diesem Augenblicke (12 Uhr) erhielt St. Julien vom Oberkommaiidante» Hotze den Befehl zum Rückzüge, da sein Korps in höchster Ge- fahr war. Er wurde auch schon in der Front und von beiden Seiten mit solcher Ueberlegenheit angegriffen, daß er nur mit der größten Anstrengung einen Teil seiner Truppen über den für un- ersteiglich gehaltenen Berg durch die Moza und Elelee auf die Ellwiesen bis Mäls im dichten Kugelregen fechtend zurückführen konnte; 
1^2 Bataillone aber mußten das Gewehr strecken.') Mit solch empfindlichem Verluste kam der tapfere Oberst in Balzers an, wo General Hotze von dem Hügel, von Gutenberg aus die Situation beobachtet hatte. Indessen hatte sich Triesen gegenüber jenseits des Rheines eine französische Abteilung von mehreren hundert Mann Grena- dieren gesammelt unter ihrem Brigadegeneral Suchet uud mit einigen Schweizer Milizen aus Toggenburg und Werdenberg den Versuch gemacht, den Rhein zu übersetzen, um den noch bei Balzers stehenden österreichischen Truppen die Straße abzuschneiden. Schon waren mehrere herübergekommen und war der ganze Haufe im Begriffe ihnen zu folgen, als ein Teil der Feidkircher Schützen- Kompagnie unter Oberlieuteuant Tschol .sich ihnen entgegensetzte und sie mit lebhaftem Feuer wieder vertrieb,, wodurch 4 Kanonen, die ohne Bewachung auf der Landstraße bei Gartnetsch standen, samt vielen, Gepäck gerettet wurden. Das österreichische Militär kehrte noch am Abend nach Feld- kirch zurück. Die Truppe, die den Weg über Lawena gemacht hatte, getraute sich nicht mehr auf die Landstraße henmterzukommen, sondern nahm den Rückweg über den Kulm und das Saminnthal. So war der Sturm für diesmal mißlungen' und Oberst St. Julien,, der den ganzen Plan entworfen hatte, wurde ins Engadin abgerufen, von woher General Bellegarde dem General Hotze zn Hilfe kommen wollte. ') 92 Mann waren tot, 258 verwundet, Oberstlieutenant Fürtenbura, 27 Offiziere nnd 939 Mann 
mußten sich ergebe».
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.