— 259 — sollten das Signal sein zum Angriffe der übrigen. 2 Bataillone und 1 Eskadron blieben bei Balzers in Reserve. Feldmarschall- lieutenant Hotze leitete das' Ganze. Aber leider mißlang das Unternehmen. Es lag noch viel Schnee aus den Höhen und in den Thälern der Alpen; dazu kam ein Wetter, wie man es nicht schlimmer wünschen konnte. Es regnete uud schneite auf deu Höhen und dichter Nebel machte die ohnehin schlechten Wege uu- sicher und gefahrvoll. Unter unbeschreiblichen Mühen ging der Weg über die Schneejöcher. Der Montavoner Landsturm war glücklich ins Prättigau hinüber gekommen; aber die Truppe, die vom Gamperdon her auf. die Maienfelder Alpe kommen sollte, kam wegen Schnee nnd Nebel nicht an das Ziel und kehrte um. Bon jener Abteilung, die über Lawena empörstieg, stießen die vordersten auf einen französischen Posten bei Guscha uud feuerten auf sie. Das hielten die anderen zwei Kolonnen, die aus Prnt und dem Ellberge parat standen, für das verabredete Signal zum Angriff. Da griff die Macht, die unter General Jellachich bei der Landstraße auf Prat stand, sogleich die französischen Vorposten an, warf sie in die Schanzen zurück und verbreitete ihr Feuer auf der ganzen Front. Oberst St. Julien war um 2 Uhr srüh von Mäls aufgebrochen. Er gelangte über die Eltwiescn bis zu der Stelle, wo die Felswände jäh hinabfnllen. Dort ließ er ein Bataillon zur Beobachtung des Rheines zurück; dort mußte er auch die Pferde zurücklassen, was er später sehr unangenehm em- pfinden sollte. Mit 
2' 2 Bataillonen erstieg nun St. Julien die Höhe von Elelee, drang dnrch den Verhau, vertrieb die französi- schen Posten nnd gelangte ans den schwierigen Pfaden, welche über die dem Rhein entlang sich erhebenden Felsen führen, um 8 Uhr in die Fläscher Weinberge, an deren Fuße das 
Dorf Fläsch liegt. Er bemächtigte sich des verschanzten Dorfes uud schlug nach einem zweistündigen Gefechte den mit 2 Kanonen und Kartätschen seuernden Feind mit großem Verluste in die Flucht. Dieser räumte sogar Maienfeld und eilte unter steter Verfolgnng der unteren Zollbrücke zn. Es war 10 Uhr vormittags und die ermüdeten Truppen warteten vergebens 2 Stunden lang auf daS Eintreffen der ersten Kolonne von der Maienselder Alpe her. Hicdnrch uud während St. Julien seine zerstreuten Abteilungen wieder sannnelte, gewannen die Fran- zose!« Zeit, sich zn erhole». Auch die Abteilung, welche über
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.