— 252 — Wuhrung herauszurücken. Weil aber dieses der gegenwärtigen Uebereinkommnuß in etwas entgegen zu sein scheint, und künftig zu neuerlichen Irrungen verleiten könnte, So hat man sich dahin verstanden, die Triesner sollen zwar bei ihren Briefen und Rechten verbleiben, jedoch in der und keiner andern Maaß, daß sie von dem Ziel oder der Rheinmark bei St. Johannesbild 23 Klafter gegen dem Rhein zu müssen, und von diesem Punkt in gerader Linie, ohne Schupf oder Buck bies auf das End des Trachterwuhres fortwuhren können; hingegen solle in dem Fall den Eidgenössischen Nachbaren zu Wartau auch nicht verwehret sein, ihrerseits an der Wuhrlinie am Batschkopf ebenfalls eine Wuhrung anzusetzen, und mit solchen desgleichen in gerader Linie bies zum Schluß der Trachterwuhrung fortzufahren, dergestalten, daß der Trachter beiderseits ausgefüllet und die vorige Wuhrung in einfache Streich- wuhr verändert werde. Fünftens weil die Erfahrung nur schon gar zu oft gelehret hat, daß auch feste Stellen durch den Rhein fortgerissen worden, und Verwirrungen hieraus entstanden sind. So sollen, diesem vor- zukomm, sobald gegenwärtige Traktaten die beederseitig Landes- herrliche Bestätigung werden erhalten haben, an sichern Orten Hintermarken gesetzet, deren Mäß bies an die Linien genommen, hierüber genaue Beschreibungen errichtet, Obrigkeitlich gefertiget, und gegenwärtiger Uebereinkommnuß nachgetragen werden. Welches beede löbl. Landvogteyämter Liechtenstein und Sargans zu besorgen auf sich genommen, und durch Ausschüsse von beeden Gemeinden Wartau und Triesen unter eigener Obsicht zu bewerkstelligen ver- heißen haben. Zugleich aber auch der Hochgenchte Herr Ehren- gesandte Stedelin vom hochlöbl. Stand Schweitz sich gürig er- betten lassen, als ein Kunstverständiger zwei gleiche geometrische Risse zu verfertigen, worin alle Stellen der Marken, Hintermarken, der zu machen verabkommener Wuhrung deutlich verzeichnet sind, damit man sich zu all künftigen Zeiten zu beeden Theilen des nähern erleuchten und ersehen könne. Sechstens: Alle Siegel und Brief, so die beederseitigen Gemeinden der Rheinwuhrungen wegen in Händen haben, sollen zwar in Kräften verbleiben, doch anderergestalt nicht, als in so- weit solche der gegenwärtigen Uebereinkommnuß nicht entgegen stehen.
        

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