— 238 — und nicht mehr zu Hause zu behalten, als ihnen von Rechts wegen erlaubt sei oder von dem überzähligen Vieh von einer Kuh 2 fl., von einem Rind 1 fl. zu zahlen. Durch einen Vergleich zwischen den Gemeinden Triesen und Schaan-Vaduz wurden im Jahre 1730 die Einkaufstaxen der nach Triesen heiratenden Frauen festgesetzt. Demnach, weil der Ge- meindenutzen in Triesen geringer als in der Gemeinde Schaan- Vaduz war, solle eine Frauensperson aus letzterer Gemeinde 20 fl., eine aus der Gemeinde Schellenberg 30 fl., eine ausländische 40 fl. entrichten; alles ohne den Alpeinkauf, der besonders zu bezahlen war. Eine in Schaan-Vaduz sich einkaufende Triesnerin bezahlte aber 25 fl. 10 Jahre später (1740) wurde bezüglich des Einkaufes wieder bestimmt: Alle fremden Weibspersonen, welche durch Heirat oder anderswie in die Gemeinde Triesen ziehen und Alprecht genießen wollen, haben wenigstens 200 fl. bares Geld zu erlegen und zu versteuern, widrigenfalls sie von den Alprechten ausge- schlossen bleiben. Wenn fremde Weiber in diese Gemeinde ziehen, haben solche aus der Herrschaft Vaduz 15 fl., solche aus dem Schellenbergischen 20 fl., ausländische aber 25 fl. zu bezahlen. Diese Gelder fallen der ganzen Gemeinde zu und sollen zur Ab- tragung der Gemeindeschulden verwendet werden. Um Streitigkeiten hintanzuhalten, faßte die Gemeindeversamm- lung zu Triesen in Bezug auf Errichtung von Gebäulich- keiten folgenden Beschluß: 1) Niemand soll sich unterfangen, in dem Dorfe Haus, Stall, Nebenstallung oder Scheiterhäuser zu erbauen, außer auf einem Platze, wo früher ein Haus oder ein Stall :c. gewesen und wo den Anstößern an Sonnenlicht, Baum-, Kraut- uud Weingarten kein Schaden geschieht. 2) Wollen Zwei eine Behausung mit einander haben, so soll es ihnen nicht ver- wehrt sein, ein Haus, soweit das alte Dach geht, zu unterschlagen, jedoch ohne Schaden der Anstößer und mit Erlaubnis der Gerichts- leute und Geschwornen. 3) „Weil die Zierd und Anständigkeit erfordert, daß nach dem löblichen Beispiel der Altvordern die zwei Gemeindsplätz in der Gemeind, als der einte bei der Linden, und der andere bei des Johann Lamperts Haus allzeit in einem sauberen, unverdauten und ungeschmälerten Stand erhalten werden, so sollen diese zwei Plätze auch fürderhin in einem guten Stand sein
        

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