— 226 - sich zu sichern (Urkundenduch v. AI. Müller). Nach einer Hohen- emser Urkunde waren die Schiedsrichter: Burkhart zum Brunnen, Landvogt zu Sargans, Christoph Köberle, Landvogt zu Vaduz, Johann Godder, Landammann zu Sargans und Georg Büchel, Landammann der Grafschaft Vaduz. Dat. 5. Mai 1664. >) ') Bet den bezüglichen Vorverhandlungen vom 19. und 29. März hatten die Triesner folgende Vorschläge gemacht: 1) Es soll uns gestattet werden vom 8. bis zum 9. Mäß ein Wuhr zu schlagen (wozu die Balzner, weil es auch ihren Grund und Boden betrifft, die Einwilligung geben mußten), dann wollten wir hinabfahren bis znm Ziel auf dem Sand und zum Erlenpfahl und dann in gerader Richtung gegen des Hans Walsers Haus, das unterste weiße Haus in Vaduz. Sollte das nicht gestattet werden, so wollten wir von der Rufe an in der Richtung gegen jenes Haus wuhren. 2) Die Breite („Hofstatt") des Rheines bleibt im 9. Mäß 120 Klafter, soll beim 10. Maß 124 Klafter, bei dem II. Möß 128 Klafter haben. Auf Wartauer Seite soll die Scheinung zeigen auf das Haberwuhr, wo Wartau an Sevelen grenzt. 3) Die Wartauer sollen beim 9. Mäß ihr Wuhr ansetzen und in gerader Linie wuhren nach den eben angegebenen Maßen. Sollten aber dieselben verlangen 20 Klafter hinter der Scheinung nach Belieben wnhren zu 
dürfen, so wird dasselbe auch den Triesnern er- laubt werden. 4) Die Triesner geben zu, daß die Seveler, wenn sie wuhren müssen, dies thun im Anschlüsse an Wartau, aber nach vorgängigem güt- lichem Vergleich mit Triesen. b) Die alten Briefe bezüglich Wunn und Waid auf Wurtauer Seite 
bleiben so lange in Kraft, bis die drei Ge- meinden gänzlich verglichen sind. Endlich was anbelangt, es seien kleine oder große Dämme abgeschlagen ohne Vorwissen beider Gemeinden Triesen und 
Wartau, so können wir das nicht wohl zugeben; aber weil es denen von Wvrtau gefällig ist, wollen wir es zugeben, um desto bälder ab der Sache zu kommen. 6) Die Wartauer sollen auch nicht Gewalt haben, weiter zu wuhren, bis die Triesner mit den'Sevelern und den Wartauern soweit verglichen sind, daß sie neben denselben wehren und wuhren können. Hier noch einige kleinere Daten: Im Jahre 1666 fiel Fridolin Erny, als er des Nachts von Balzcrs herüberging, über den Rheindamm in den Strom und ertrank. Im Jahre 1671 kam Christian Eberle beim Heuschlittnen auf Dues in eine Lawine, wurde von vier Männern mit Einsetzung ihres Lebens gerettet, starb aber nach wenigen Stunden. Im Jahre 1681 wurde unter dem Aeule „ob dem Hochgericht" ein Schweizer namens Adam Ruosch von Obcrterzen ermordet. Nähere An- gaben darüber fehlen. Damals gab es hier viele Leute, die ein hohes Alter erreichten. Das Totenbuch nennt aus der Zeit, da Pfarrer v. Kriß hier wirkte, 6 Personen, welche gegen oder über 100 Jahre alt wurden.
        

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