— 224 - der Graf dagegen bei dein Landvogt der 7 Orte im Sarganser- land. Ein Schreiben der Obrigkeit von Glarus an den Grafen blieb unbeantwortet. Wartau wendete sich wieder flehentlich an Zürich, Endlich nach langem resultatlosem Streite einigte man sich auf ein Schiedsgericht, dessen Mitglieder waren: Jakob La- vater, Landvogt in Sax, Dietrich Reding, St. Stefans Ordens- ritter, Vogt zu Rorschach, Rudolf von der Halden zu Haldenegg, Landvogt zu Blumenegg, und Hauptmann Hieronymus Zürcher zu Bludenz. Vertreter der Triesner waren Graf Franz Wilhelm von Hohenems-Vaduz, Ritter Jakob Sandholzer von und zu Zunders- berg, Landvogt zu Vaduz, Ammann Thomas Hilty, Ammann Walser in Schaan, Anton Pcmtzer, Kaspar Nigg, Bascha Bawier und Johann Kindle zu Triesen. Die Verhandlungen fanden nach vielfachen Verhören und Augenscheinen am 21. Mai 1649 im Wirtshaus zu Balzers statt. Der Spruch lautete: 1. Die Triesner sollen innert 4 Wochen ihr Schupf- und Ellenbogenwuhr im Grunde abschließen und in die Länge ziehen in gerader Linie bis zum 9. Mäß, die Schweizer aber, falls dann im 9. Mäß der Rhein nicht die Weite hat wie im 8. Mäß, mit ihrem Wuhr umsoweit zurück weichen. 2. In Zukunft sollen nicht mehr die G e m einden, sondern ihreObrigkeiten Streitigkeiten betreff der Wuhre ausgleichen. 3. Die Auen, Wälder, Felder zu Seiten des Rheines sollen die Gemein- den friedlich nutzen, jede aus ihrer-Seite. Den Triesnern sollen ihre ausgemarchten Auen jenseits des Rheines verbleiben. 4. Die Prozeßkosten und Auslagen bezahlt jede Gemeinde, soviel sie eben Kosten gemacht hat, selbst. — Es wurde später die Bettweitc des Rheines im 9. Mäß (111 Klafter) gemessen und sie betrug mehr als im 8. (105 Klafter). Urkunde von 20. Jänner 1650. Am 9. Juni 1659 verkauften mit Gunst des Landammannes Georg Büchel von Balzers, welcher mit seinem noch anhängenden Wappen siegelte, die Triesner (Alt-Landammann Anton Banzer, Kaspar Nigg des Gerichts, L. Khindli, Herrschaftslieutnant, Flori Lampert, Peter Hitz, Luzius Schurti und Joachim Verling) den Balznern (Barthle Faser des Gerichts, Hans Faser, Pauli Wille, Christa Steeger, Michel Frick und Jakob Negeli) ein
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.